zur Navigation springen

Berufsstartermesse : Schon früh seinen Traumberuf finden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

50 Firmen buhlten in der Stadthalle um Auszubildende und Praktikanten

Zur 19. Auflage der Berufsstartermesse hatten AOK und VR Bank als Veranstalter zum zweiten Mal in die Parchimer Stadthalle eingeladen. „Mit der Resonanz sind wir sehr zufrieden“, freute sich VR-Geschäftsstellenleiter Günter Schulze. 160 Besucher wurden am Samstagvormittag offiziell gezählt. Die Hälfte davon waren Eltern, die mit ihren Sprösslingen gemeinsam nach dem Traumjob suchten.

Allen Besuchern kamen die Organisatoren mit einem neuen Konzept für ein Angebot mit mehr Übersichtlichkeit entgegen. Die meisten der 50 Ausstellungsstände waren auf eine einheitliche Größe reduziert worden. Die Tatsache, dass vor etwa zwei Wochen an der Parchimer Reuterschule bereits über mögliche Ausbildungsberufe informiert worden war, am vergangenen Samstag zur gleichen Zeit in Schwerin eine gleichartige Veranstaltung lief und auch der Beginn der Winterferien habe sich aber nach Meinung der Veranstalter nicht nachteilig auf die Besucherzahlen ausgewirkt.

„Wer heute kam, hat gezielt gesucht“, zeigte sich Schulze überzeugt. Bei den Ausstellern wurde ein zwiespältiges Meinungsbild offenkundig. Zum einen war ihnen der Zuspruch nicht stark genug. „Es drängelten sich keine Besuchermassen durch die Gänge.“ Zum anderen freuten sie sich darüber, dass die Gespräche sehr intensiv und zielführend waren. Das jedenfalls ließ unter anderem die Standbesatzung für das Medienhaus Nord verlauten, in dem die SVZ erscheint. Die Volontärin Viviane Offenwanger (Gadebusch) informierte dort über die duale Ausbildung zum Redakteur, Laura Muske (Schwerin) über das Berufsbild der Medienkauffrau und Kirsten Wilhelm (Parchim) über den Arbeitsalltag in einer SVZ-Geschäftsstelle. Als Lohn für die Mühe wurde ihnen eine schriftliche Bewerbung um ein Praktikum vorgelegt.

Erstmals dabei war unter anderem der Spornitzer Handwerksbetrieb WEKO. Mit rund 30 Beschäftigten bietet er jährlich Ausbildungsplätze für jeweils zwei Zimmerleute und Dachdecker an. Hierfür stand besonders der Auszubildende Maurice Tank bereitwillig Rede und Antwort.

Mit launigen, informativen Ansagen und Interviews führte Event-Moderator Dennis Müller (AOK) durch das Angebot. Fragebögen der Veranstalter sollen in der Nachbereitung zutage fördern, ob es beim Messetag und der Uhrzeit bleiben kann sowie andere Verbesserungsvorschläge aufgreifen. VR-Geschäftsstellenleiter Schulze monierte, dass viele Firmen viel zu passiv waren und nicht sogleich Interessenten um ihren Namen oder die Kontaktdaten baten.

„Viele Besucher wussten vorab nicht, welche tollen Unternehmen wir in unserer Region haben“, monierte Günter Schulze. „Und das trotz intensiver Werbung“. VR Bank und AOK wollen deshalb vor der 20. Messe 2016 besonders die Lehrer gezielt ansprechen, damit sie ihre Schüler verstärkt auf den Berufsstartertag hinweisen.

Die Jagd nach Auszubildenden ist längst eröffnet. Die Schulen liefern nicht nur weniger Absolventen. Auch das Niveau der Schulabgänger habe sich reduziert. Die Ausbildungsreife lasse zu wünschen übrig, bemängeln gleichermaßen Betriebe, Industrie- und Handels- oder Handwerkskammer, die Arbeitsagentur und die Innungen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen