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Krankheit verhindert Auftritt : Schokoladenherzchen als Trost für Konzertausfall

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Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Als Ersatz für den abgesagten Auftritt des Parchimer Projektchors spielt Fritz Abs in Goldberg und Parchim auf der Orgel

svz.de von
erstellt am 22.Dez.2013 | 11:46 Uhr

„Dann singen wir eben selbst“, nahm es eine Spornitzerin mit Humor. „Wenigstens haben wir einen schönen Spaziergang gemacht“, so eine andere Frau aus dem Ort. Kurzfristig musste Freitagabend ein Konzert mit dem Parchimer Projektchor abgesagt werden. Angesichts der bitteren Nachricht verschenkte Pastor Martin Schabow an potenzielle Konzertbesucher süße Schokoladenherzen.

Es war ein bedauerlicher Umstand: In mehreren Proben hatte sich der Projektchor eigens für ein Weihnachtsprogramm zusammengefunden und anspruchsvolle Stücke einstudiert, die an diesem Wochenende um den vierten Advent zu hören sein sollten. Unter dem Titel „The best time of the year“ waren Konzerte in drei Kirchen angekündigt: am Freitag in Spornitz, am Sonnabend in Goldberg, am Sonntag in Parchim.

Doch es kam anders. Gleich vier der zwölf Sänger des Parchimer Chors waren durch Erkrankungen ausgefallen. „Das ließ sich nicht kompensieren“, so der sichtlich betroffene Parchimer Kantor Fritz Abs. Die einstudierten Stücke aus dem Weihnachtsprogramm waren teils sogar sechsstimmig.

Auch er konnte nicht mitsingen, da er erkältet ist, erklärte Pastor Martin Schabow. Zumal dem Pastor auf keinen Fall am morgigen Heiligen Abend die Stimme versagen darf.

Kantor Fritz Abs bot an, als Ausgleich für die aufgefallenen Konzerte Orgelmusik zu spielen. Abs musste aber am Freitagnachmittag feststellen, dass sich die Spornitzer Orgel derzeit überhaupt nicht spielen lässt. Möglicherweise hängt das mit dem raschen Aufheizen des Gebäudes zusammen. Denn im Winter trifft sich die Gemeinde im Spornitzer Pfarrhaus. Zum geplanten Konzert wurde die Kirche eigens geheizt. Pastor Schabow will jetzt möglichst schnell einen Orgelbauer heranholen.

Am Sonnabend in Goldberg gab es hingegen ein gelungenes Ersatzprogramm. „Es war ein glücklicher, dankbar angenommener Nachmittag“, freute sich der Kantor. Gut 60 Zuhörer lauschten dem adventlichen Orgelspiel und den meditativen Texten, die Abs vortrug. Die Gäste zeigten alle Verständnis für die entstandene Situation und blieben treu bis zum Schluss in der kalten Kirche sitzen. „Am Ende nahm ich dankbare Sätze entgegen“, berichtet der Kantor. Er hörte solche Aussagen wie „da konnte man sich besinnlich auf Weihnachten einstimmen lassen“, „die Orgel habe ich so noch nicht gehört, was man da alles rausholen kann“, „das war wirklich eine andächtige Stunde und ich konnte einmal zur Ruhe kommen“.

Fritz Abs erklärt: „Ich bin dankbar, dass die Menschen positiv reagiert haben.“

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