Rom : Schönste Brieftauben gekürt

Horst Fandrich aus Klein Niendorf mit der derzeit erfolgreichsten Taube aus seinem Schlag.
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Horst Fandrich aus Klein Niendorf mit der derzeit erfolgreichsten Taube aus seinem Schlag.

Mit Ausstellung in Rom endete die Saison der Reisevereinigung Parchim. Beste Bewertungen für Züchter in Lutheran und Frauenmark.

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21. November 2017, 05:00 Uhr

Die schönsten Brieftauben der Region wurden in Rom gekürt. 142 Tauben, die in der Gaststätte Zum Römer ausgestellt waren, nahmen die Preisrichter Gerhard Winkler und Hans-Jörg Kelting genau in Augenschein. Sie bewerteten Gesamteindruck, Auge und Kopf, Knochenbau, Brustbein und Becken, Form und Festigkeit des Rückens, Muskulatur, Harmonie und Gleichgewicht des Körperbaus, Flügel, Schwanz und Qualität des Gefieders. Und sie bestimmten die schönsten Exemplare der Reisevereinigung Parchim. Die beste männliche Taube kommt nach Einschätzung der Preisrichter von Raiko Rainer und Lilly Marien aus Lutheran. Die beste weibliche Taube stellte Jürgen Schröder aus Frauenmark.

Regelmäßig gibt es zum Ende der Flugsaison eine Schau der schönsten und der schnellsten Brieftauben. Manche der Flugkünstler in den Käfigen standen schon vor der Bewertung als Sieger fest. Das erfolgreichste Männchen bei den Wettflügen, das in Rom zu sehen war, gehört Detlef Henschel aus Groß Niendorf mit 55 Preisen. Das erfolgreichste Weibchen, das sieben Jahre alt ist, kommt aus der Schlaggemeinschaft Marien in Lutheran. Die Taube hat 63 Preise gewonnen.

Die beiden langjährigen Preisrichter aus dem Kreis Pinneberg und aus Elmshorn Gerhard Winkler und Hans-Jörg Kelting äußerten ihr Bedauern, dass es immer weniger Brieftaubenzüchter gibt. 1990 gab es allein in den alten Bundesländern 100 000 Brieftaubenfreunde, berichten sie. Heute sind es nur noch 30 000  in ganz Deutschland. Ein arges Problem, das den Züchtern zu schaffen macht, seien die zunehmenden Bestände von Raubvögeln. Die werden geschützt, ihre Verbreitung gefördert, und auf der anderen Seite fallen dem die Singvögel und auch Tauben zum Opfer, so Gerhard Winkler und Hans-Jörg Kelting. Gerade im Herbst und Winter, wenn die Brieftaubenzüchter ihre Vögel in der Nähe der Schläge für die nächste Saison trainieren wollen, werden viele zum Opfer von Raubvögeln. Die Züchter hören dann oft, sie sollen sich nicht so anstellen. Aber so eine Spitzentaube kann im Extremfall bis zu 50 000 Euro kosten. In der Region Parchim/Lübz liegen die Preise für richtig gute Tauben weit darunter, so Horst Fandrich aus Klein Niendorf. Meist um die 150 Euro, im Extremfall aber auch schon mal bei 1000 Euro.

Fandrich hält wie andere auch seine besten Tauben, die in den vergangenen Jahren viele Wettflüge mit Erfolg absolviert haben, aus Furcht vor den fliegenden Räubern nur noch in den Voliéren. Sie dienen jetzt allein der Zucht, erzählt er. Und ihre Nachkommen starten dann wieder bei den Wettflügen.

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