Schnelle Verhandlungen nötig

Weil es  keinen Radweg gibt, müssen Radler die für sie gefährliche  B 191 nutzen.
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Weil es keinen Radweg gibt, müssen Radler die für sie gefährliche B 191 nutzen.

Bau des Radweges zwischen Alt Brenz und Spornitz könnte noch 2014 beginnen / Bauerlaubnisverträge sind Voraussetzung

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27. März 2014, 12:28 Uhr

Die Radfahrer halten sich dicht am Straßenrand, Laster schieben sich an ihnen vorbei. Manchmal ist der Abstand zwischen Radlern und Brummis beängstigend gering. „Das ist eigentlich schon lebensgefährlich, hier mit dem Rad unterwegs zu sein“, sagt Touristin Renate Lorentz aus dem brandenburgischen Rathenow, die in Brenz zu Besuch ist.

Es geht um die B 191 von Alt Brenz nach Spornitz. Schon seit Jahren kämpfen die Gemeinden hier um einen Radweg, der sie miteinander verbindet. Jetzt endlich ist eine Lösung überraschend in greifbare Nähe gerückt. Bürgermeister Dieter Eckert aus Spornitz: „Noch in diesem Jahr könnte mit dem Bau des so lange gewünschten Radwegs begonnen werden. Unser CDU-Landtagsabgeordneter Wolfgang Waldmüller hat mich darüber informiert, dass das Wirtschaftsministerium dem Straßenbauamt Fördermittel für den Bau des Weges bereitstellen wird. Voraussetzung ist jedoch, dass es für Grundstücke entlang der geplanten Trasse Bauerlaubnisverträge mit den Eigentümern gibt.“

Und genau daran könnte der Bau des Radweges im letzten Moment doch noch scheitern. Denn: Im Bereich Spornitz und Parchim (der Radweg soll weiter bis Parchim gebaut werden) ist die Frage der Bauerlaubnisverträge laut Eckert bereits geklärt, nicht aber im Bereich Brenz.

Bürgermeister Henry Topp aus Brenz hofft, dass dieses Problem so schnell wie möglich geklärt wird. „Es gibt hier mehrere Grundstückseigentümer, mit denen noch über Bauerlaubnisverträge verhandelt werden muss. Unsere Gemeindevertretung hat das zuständige Amt Neustadt-Glewe beauftragt, die nötigen Schritte sofort einzuleiten.“ Wie Topp sagt, handelt es sich bei den betreffenden Flächen um Acker.

Mit den Verhandlungen, so stimmen die Bürgermeister aus Brenz und Spornitz überein, müsse es jetzt sehr schnell gehen. Denn die Fördermittel werden nur dann zur Verfügung gestellt, wenn noch in diesem Jahr mit dem Bau des Radweges begonnen wird. Voraussetzung, dass gebaut werden kann, sind wiederum die Bauerlaubnisverträge mit den Grundstückseigentümern. Die Formel ist also klar: Ohne Bauerlaubnisverträge keine Fördermittel und damit kein Radweg. Henry Topp: „Es ist ein uralter Wunsch der Brenzer, einen Radweg nach Spornitz zu haben. Denn viele Einwohner von uns haben Verwandte in Spornitz. Nicht jeder will immer nur mit dem Auto dorthin zu Besuch fahren. Aber mit dem Fahrrad ist es eben recht gefährlich auf der Bundesstraße. Und den Umweg durch die Lewitz will für die paar Kilometer auch nicht jeder in Kauf nehmen.“

Der Radweg würde natürlich auch den zahlreichen Touristen zugute kommen. Denn bisher können sie ohne Probleme zum Beispiel von Dömitz über Ludwigslust und Neustadt-Glewe bis nach Brenz radeln. In Alt Brenz entsteht im Zuge der Sanierung der B 191 gerade ein kombinierter Rad- und Fußgängerweg. Der aber am Ortsausgang in Richtung Spornitz endet. „Mit dem geplanten Radweg würden Radtouristen dann ohne Umweg über Spornitz und Parchim bis an die Müritz gelangen“, sagt Henry Topp.“ Sowohl in Brenz als auch in Spornitz hoffen viele Menschen jetzt, dass es mit den Verträgen klappt und in diesem Jahr Baubeginn ist. „Sonst wird es hier für die nächsten Jahre keinen Radweg geben“, fürchtet Henry Topp.

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