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Brand im Parchimer Umland : Schnell reagiert – Scheune gerettet

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Freiwillige Feuerwehren Zölkow und Mestlin in Groß Niendorf im Einsatz / Anbau mit Reetdach brannte

von
erstellt am 25.Feb.2016 | 15:56 Uhr

Eine alte reetgedeckte Scheune geriet am Donnerstag aus noch unbekannter Ursache in Groß Niendorf in Brand. Gegen 9 Uhr meldete ein Nachbar bei der Leitstelle das Feuer, das aus einem Vorbau einer Scheune loderte.

Dieser Vorbau ist ebenfalls wie die Scheune reetgedeckt. Auch wenn das Dach sanierungsbedürftig ist, hatten die Flammen sich bereits in den Reetresten festgesetzt. Nur durch das schnelle Handeln der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zölkow und der Möglichkeit aus dem wasserführenden Fahrzeug einen Schnellangriff zu starten, konnte das Feuer sehr schnell unter Kontrolle gebracht und auch gelöscht werden. In der Zwischenzeit hatten andere Kameraden die Wasserleitung zum Hydranten gelegt. Ein mögliches Übergreifen auf die Hauptscheune konnte verhindert werden.

Zur Verstärkung wurde auch die Mestliner Wehr alarmiert. Gerade in der Woche zu Berufszeiten ist es schwer, ausreichend Feuerwehrleute zum Einsatz zu bringen. Insgesamt waren 13 Kameraden im Einsatz.

Zur Brandursache konnte gestern noch nichts gesagt werden, die Beamten des Kriminaldauerdienstes haben die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Auch zur Schadenshöhe gab es noch keine Informationen.

Ein Problem hatte der Nachbar, der die Feuerwehr über Notruf 110 auslöste. „Es dauerte eine Zeit und dann kam die Ansage der Leitstelle in mehreren Sprachen. Das dauert doch und in der Zeit hätten die Flammen möglicherweise auf das angrenzende Gebäude übergreifen können“, schimpfte er.

Unsere Redaktion fragte bei dem Leiter der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg in Schwerin Edwin Mörer nach, wie das Procedere bei einem Notruf gehandhabt wird. Mörer erklärte, dass dieser Alarm per Handy erfolgte, welches sich erst über einen in der Nähe stehenden Funkmast einloggen muss. Von dort wird dieser Anruf in das Festnetz geleitet.

„Das kann durchaus bereits einige Klingelzeichen andauern, die der Anrufer hört, dass er bei uns landet“, so Mörer. Wenn nun die diensthabenden Mitarbeiter in der Leitstelle gerade mit anderen Einsätzen beschäftigt sind, dann wird den Mitarbeitern optisch und akustisch der Alarm angezeigt und es startet eine Bandansage.

„Diese erfolgt in mehreren Sprachen, dauert bis zu einer Minute und ist seit rund drei Jahren im Einsatz“, erklärt Mörer und verweist auf die vielen ausländischen Truckerfahrer: „Wir sind ein Transit- und Touristenland und bieten deshalb wie andere Leitstellen diesen Service. Diese automatische Ansage springt aber nur an, wenn die Mitarbeiter gerade anderweitige Aufgaben bearbeiten, wie es gestern der Fall war.“

Zu dem Zeitpunkt des Groß Niendorfer Brandes gab es auch einen Stallbrand in Nordwestmecklenburg sowie weitere Rettungseinsätze. Um künftig aber noch schneller auf Notrufe reagieren zu können, läuft gerade eine Ausschreibung, da das Personal aufgestockt werden soll.

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