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Fachkräfte gesucht : Schnell in der Firma eingearbeitet

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Syrerin absolviert Praktikum bei Parmaziefirma

von
erstellt am 15.Apr.2016 | 00:05 Uhr

Die Parchimer Firma bmp production GmbH im Gewerbegebiet Neuhofer Weiche arbeitet für internationale Firmen und stellt unterschiedliche Produkte für Drogerie und Pharmazie her. Mit Nahed Aljabaan arbeitet hier derzeit auch eine Praktikantin aus Syrien mit, die beim Bildungsträger Deutsche Angestellten Akademie in Ludwigslust (DAA) ein Projekt absolviert. Für das Praktikum ist die 42-jährige Mutter bestens geeignet, wie ihr der Geschäftsführer der Parchimer Firma Knut Meyer-Urban bestätigt. „Nahed Aljabaan hat sich schnelle eingelebt, hat eine gute Auffassungsgabe. Wir sind überrascht und es ist ein glücklicher Sonderfall für uns. Die Chancen einer Anstellung stehen gut“, so sein Fazit nach einigen Tagen.

Dieses Lob kommt nicht von ungefähr, schließlich ist die 42-jährige Syrerin, die mit ihrem Mann seit 14 Monaten in Deutschland lebt, eine ausgebildete Pharmazeutin und hat bereits in leitenden Funktionen gearbeitet. Nach mehreren Stationen innerhalb der Firma ist sie derzeit mit Gina Norden in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung tätig. Eine neue Rezeptur einer Gebiss-Reinigungstablette für den chinesischen Markt wird erforscht. Mit hoher Konzentration werden die einzelnen Bestandteile abgewogen, dabei darf die Toleranz 0,1 Gramm maximal betragen. Anschließend werden die Bestandteile gemischt. Während der Arbeit wird kaum gesprochen, obwohl Nahed durch ihre zwei Deutschkurse, die sie absolviert hat, sich sehr gut verständigen kann. „Da ist Konzentration auf die Arbeit wichtig. Anfangs hatte ich Bedenken. Es ist es ein anderes Land mit einer anderen Arbeitswelt. Aber viele Abläufe sind mir nicht fremd“, sagt die junge Frau.

Sie freut sich über die vielen Kontakte im Betrieb und über die positive Aufnahme. Aufgrund des Krieges in Syrien musste sie die Heimat mit ihrem Mann verlassen. Ihre zwei Kinder (8 und 10) sind bei den Eltern ihres Mannes, ihre Mutter in Syrien. Sie hofft nun, dass sie zumindest ihre Kinder und vielleicht auch die Mutter nach Deutschland holen kann.

Nach dem Mischen des Testpulvers wird die Tablettenpresse angeworfen und Pillen gepresst. „Die Anlage, ist für unsere Testphase sehr gut geeignet ist. In der Produktion verwenden wir Maschinen, die mehrere Hunderttausend Tabletten je Stunde pressen können“, so der Geschäftsführer. Im Labor finden weitere Tests statt, unter anderem zum Auflösungsverhalten in der Flüssigkeit. Auch für die Parchimer Kollegen ist es eine neue Erfahrung. „Wir lernen gegenseitig und können uns gut verstehen. Das fachliche Wissen und Können ist vorhanden. Man muss mitunter etwas langsamer reden, um sich zu verständigen“, sagt Gina Norden. Sie kann sich vorstellen, auch zukünftig mit Nahed zusammen zu arbeiten.

 

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