Martinimarkt 2017 : Schausteller zeigen großes Herz

Bewohner des AWO-Seniorenhofes „Am Buchholz“ besuchten gestern ebenfalls den Martinimarkt.
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Bewohner des AWO-Seniorenhofes „Am Buchholz“ besuchten gestern ebenfalls den Martinimarkt.

Martinimarkt öffnete am Montag Vormittag wieder exklusiv für Kita-Kinder, Menschen mit Handicap und Senioren

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06. November 2017, 21:00 Uhr

Die Novembersonne strahlte schon am Morgen mit den Jungen und Mädchen aus der „Wackelzahngruppe“ der Villa Kunterbunt und vielen anderen jungen Erdenbürgern um die Wette: Sie drehten nach Herzenslust ihre Runden auf den Karussells, während die größeren Martinimarkt-Fans im Autoscooter kräftig das Gaspedal durchtraten.

Alle Jahre wieder dürfen u. a. Kita-Kinder, Schüler aus Förderschulen sowie Menschen aus betreuten Einrichtungen am ersten Novembermontag vormittags exklusiv über den Martinimarkt bummeln und viele Attraktionen sogar kostenlos genießen. „Das ist für unsere Schüler das Highlight im Jahr“, erzählt Steffen Petzak, Schulleiter der Schule „Am Neuen Teich“ in Lübz. Fast 100 Schüler, ihre Lehrer und Betreuer unternahmen einen Schulausflug in die Kreisstadt. Er ist vor allem als Motivationsspritze und Ansporn gedacht. „Einen Gruß an den Bürgermeister und die Marktleiterin Frau Wolff, dass sie uns das ermöglichen“, sendet der Pädagoge vom Festplatz aus ein dickes Lob via Rathaus. Die Marktleiterin gibt dieses Kompliment nur zu gerne weiter – an die Schaustellerfamilie. Denn die hält schon seit vielen Jahren an dieser großherzigen Geste fest, die ebenfalls ein Markenzeichen des Parchimer Martinimarktes ist.

 

Für Manuela Maltzahn, 2. Vorsitzende der Lebenshilfe Parchim, ist der Jahrmarktbesuch am Montag vormittag seit mindestens 15 Jahren eine feste Tradition: Anfangs begleitete sie ihre Tochter Nadine noch mit deren Altersgefährten aus dem Kindergarten. Inzwischen gehört Nadine zur ebenfalls stets willkommenen Besuchergruppe der gemeinnützigen Lewitz-Werkstätten. Für Rollstuhlfahrer und ihre Begleiter sei es um diese Zeit viel entspannter, über den Rummel zu bummeln als im dichten Gedränge am Wochenende bzw. Montagabend, wenn die Besucher in Scharen aus allen Himmelsrichtungen heranströmen.

Einmal mit dem Elefantenkarussell durch die Luft fliegen – das war die absolute Sensation für Finn, Alina, Greta, Annabella und Amely: Die fünf aufgeweckten Steppkes verließen am Montag  ihr „Zwergenuniversum“ in Domsühl, um mit ihrer Tagesmutter Stephanie Hopf ein aufregendes Abenteuer zu erleben. Sie probierten alle Kinderkarussells aus. Den Ausflug krönte ein atemberaubender Ausblick vom Riesenrad aus auf Parchim, komplett in Sonnenlicht getaucht.

„Ich finde es toll, dass die Stadt so etwas möglich macht“, sah Christine Kohl zum Start in die neue Woche viele Kinderaugen leuchten, darunter auch die ihrer fünfjährigen Enkeltochter Charlotte. Die Parchimerin gehörte zu den vielen Angehörigen, die Erziehern und Betreuern gern als Begleiter hilfreich zur Seite standen.

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