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Explosion in Parchim : Schäden größer als angenommen

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Ein Bewohner schwer verletzt. Auch das Nachbarhaus wurde beeinträchtigt

von
erstellt am 27.Aug.2017 | 18:25 Uhr

Eine Explosion in einem Doppelhaus in der Lübzer Straße sorgte am Sonntag für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst. Nach ersten Informationen wurden zwei Personen verletzt, eine davon schwer und wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Lübeck geflogen. Bei der Explosion hatte der Mann großflächige Verbrennungen erlitten. Er soll aber nicht in Lebensgefahr schweben. Seine Frau habe leichte Verletzungen erlitten und die Klinik inzwischen wieder verlassen können, so die Polizei. Die Nachbarn kamen mit dem Schrecken davon. Sie durften nach einer Überprüfung der Schäden nach der Explosion wieder in ihre Haushälfte. Auch ein Auto vor dem Haus wurde stark beschädigt.

Auch das Nachbarhaus wurde beeinträchtigt und die beiden Bewohner kamen vorerst bei Verwandten unter. Das Gebäude ist einsturzgefährdet und die Lübzer Straße wurde zeitweise für den Verkehr komplett gesperrt. Jetzt müssten Fachleute prüfen, wie diese Haushälfte stabilisiert werden könne. Der stellvertretende Landrat Schmülling lobte vor Ort den Einsatz der Rettungskräfte, „die vorbildlich agierten“.

Gegen 16 Uhr war in der Lübzer Straße ein Pfeifen, verbunden mit einem lauten Knall, zu hören. Ein Fenster zerbarst, Glassplitter flogen durch die Luft und mehrere Risse deuteten auf eine Explosion hin. Wie unsere Redaktion erfuhr, soll im Keller des mehrstöckigen Gebäudes bei Lötarbeiten an der Wasserleitung Propangas explodiert sein. Längs und quer waren Risse zu sehen und eine Giebelwand neigte sich. Im Haus war die Gewölbedecke des Kellers durch die Druckwelle angehoben und hat weitere Räume sowie das Treppenhaus beschädigt.

Der Schaden durch die Gasexplosion mit zwei Verletzten in einer Doppelhaushälfte in Parchim ist deutlich höher als zunächst angenommen. „Wir müssen mit mehreren hunderttausend Euro Schaden rechnen“, erklärte eine Polizeisprecherin am Montag in Rostock. Die Explosion hatte sich am Sonntag ereignet, als der 66 Jahre alte Eigentümer mit einem Lötkolben in seinem Keller eine Wasserleitung reparieren wollte. Das Haus ist viergeschossig.


 

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