Max und Moritz modernisiert : Sanierung in Kita Spornitz beginnt

Planer bei der Absprache vor Beginn der Bauarbeiten in Spornitz  Fotos: Michael Beitien
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Planer bei der Absprache vor Beginn der Bauarbeiten in Spornitz Fotos: Michael Beitien

Noch in diesem Jahr sollen Arbeiten an der Kindertagesstätte abgeschlossen sein

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24. Juni 2016, 05:02 Uhr

Die Sanierung der Kindertagesstätte Max und Moritz in Spornitz beginnt. Noch in diesem Jahr soll sie abgeschlossen sein. Seit Wochenbeginn werden Kinder im Ausweichquartier im benachbarten Dorfgemeinschaftshaus betreut. Am Dienstag stimmten sich Planer und Träger öffentlicher Belange ab. Am Mittwoch war Bauanlaufberatung.

Die Demontage läuft. Es folgen Abrissarbeiten. So wird beispielsweise ein alter Schornstein verschwinden. Die Arbeiten laufen unter energetischer Sanierung, sagt der Spornitzer Bauplaner Arno Menck. So werden Fassade und Fenster erneuert, wogegen der Sanitärtrakt unberührt bleibt. Der sei bereits vor einigen Jahren gefördert worden. Es wird u.a. eine Fußbodenheizung für die kleinen Kinder installiert, die sich mehr auf dem Boden bewegen und eine Luft-Wärme-Pumpe.

Damit wird Energie aus der Luft gewonnen, wie der für diesen Bereich zuständige Planer Jörg-Peter Wolter aus Matzlow-Garwitz erklärt. Zusätzlich wird aber weiterhin Gas genutzt, da es in der Einrichtung einen großen Bedarf an warmem Wasser gibt und die Gasheizung auch zusätzlich zur Luft-Wärme-Pumpe zum Heizen im Winter benötigt wird. Komplett erneuert wird auch die Elektroanlage.

800 000 Euro stehen insgesamt für die Investitionen in die Kita zur Verfügung – dank Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds Eler und Kofinanzierungshilfen durch das Innenministerium.

„In unsere Kinder zu investieren, finde ich wichtig, denn Kinder sind unsere Zukunft“, so Petra Troch, die Leiterin der Spornitzer Kita in Trägerschaft der Volkssolidarität. „Wir freuen uns auf den Umbau, wir freuen uns auf die pädagogisch wertvollen Räume.“

In einem Kraftakt hatte die Kita vor wenigen Tagen den Umzug in das Ausweichquartier im früheren Dorfgemeinschaftshaus vollzogen. In dem Gebäude befand sich von 1977 bis 1991 die Krippe, die für über 40 Kinder geschaffen worden war, erinnert sich Margot Blieffert. Sie und ihre Kollegin Kerstin Mooz hatten bereits zu Krippenzeit in diesem Gebäude gearbeitet und kehrten jetzt als Erzieherinnen mit ihrer Kita noch einmal für einige Monate zurück. Unmittelbar nach der Wende wurde das Haus zur Grundschule und dann zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut.

Und es wird als solches auch von Familien gut angenommen. Unmut gab es bei einigen Bürgern, die das Gebäude für die nächsten Monaten für eine Familienfeier gemietet hatten, berichtet Bürgermeister Dieter Eckert. Die Gemeinde hatte die Verträge geschlossen, als ihr noch nicht bewusst war, dass das Gebäude kurzfristig für die Kindertagesstätte benötigt wird. Man sei davon ausgegangen, dass an der Kita erst ein Jahr später und in Abschnitten gebaut wird, sagt Eckert. Doch mit der aktuellen Förderung müssen die Arbeiten in diesem Jahr abgeschlossen werden. Der Bürgermeister lobt die Mitwirkung von Eltern und Vereinen, die kurzfristig den Aus- und Umzug bewältigt hatten. Auch der Jugendclub musste geräumt werden.

Petra Troch bedankt sich ebenfalls ausdrücklich bei allen, die beim Umzug geholfen haben: Karnevalsverein, Sportverein, Feuerwehr, Eltern, Gemeinde, Bürgermeister. „Meine Kollegen waren ganz fleißig“, fügt sie hinzu. Sie meint sowohl die pädagogischen wie auch die technischen Kräfte. „Auch die Geschäftsführung der Volkssolidarität stand immer hinter uns.“

Der erste Tag im Quartier für die nächsten Monaten bedeutete für das Mitarbeiter-Team Umgewöhnung. „Es ist eine Herausforderung“, sagt die Kita-Leiterin. Aber es sei ein tolles Ausweichquartier, in dem sich die Kinder sehr wohl fühlen. Etliches hat das Kita-Team für die nächsten Monate anderenorts eingelagert, aber das Wichtigste habe man mitgenommen, um weiterhin eine pädagogisch wertvolle Arbeit zu leisten. Dazu gehören auch die Instrumente für den Musikkindergarten.

Die Vorschulgruppe bleibt in ihren bisherigen Räumen. Sie befinden sich in einem angemieteten Gebäudeteil, der nicht der Gemeinde gehört und auch nicht saniert wird.

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