250 Jahre vimfow : Salutschüsse zum Fest-Auftakt

Den Startschuss der Festveranstaltung gibt Udo Erdmann als Mitglied des 1. Ostpreußischen Grenadierbataillons von 1813.
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Den Startschuss der Festveranstaltung gibt Udo Erdmann als Mitglied des 1. Ostpreußischen Grenadierbataillons von 1813.

Große Feier mit Bilderausstellung von bekannten Personen

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12. Juni 2017, 05:00 Uhr

Das kleine Dorf Vimfow an der Bundesstraße 392 zwischen Mestlin und Goldberg gelegen, kennen viele nur vom Durchfahren oder mitunter vom Blitzer, der hier in der Vergangenheit oft stand. Am Sonnabend wurde die Dorfstraße zur Einbahnstraße erklärt, Kameraden der Feuerwehr sorgten für eine geordnete Zufahrt zum Parkplatz und der Festplatz wurde zum Mekka der vielen Gäste aus nah und fern, die das 250. Dorfjubiläum feiern wollten.

Udo Erdmann in der Uniform des 1. Ostpreußischen Grenadierbataillons von 1813 eröffnete mit zwei Schüssen aus einem Vorderlader den Festreigen mit dem Festgottesdienst. Pastor Kornelius Taetow sprach von der Gemeinsamkeit und dem Miteinander der Vorbereitung und Organisation aller Beteiligten, damit es ein gelungenes Fest wird. Und in der Tat, die Vimfower bewiesen, dass man mit relativ wenigen Mitteln und vielen Ideen sowie starkem Engagement ein tolles Fest auf die Beine stellen kann.

Gleich nach der Festrede der Bürgermeisterin Verena Nörenberg-Kolbow, die an die Geschichte des Dorfes erinnerte und allen Organisatoren und Mitwirkenden dankte, startete das Kulturprogamm, welches von Einheimischen gestaltet wurde. Da wären die Mädchen und Jungen zu nennen, die unter der Leitung von Roswitha Hartig ein neu getextetes Lied über Vimfow nach der Melodie „Wie schön, dass Du geboren bist“ von Rolf Zuckowski sangen und mit lustigen gespielten weiteren Liedern das Publikum begeisterten. Auch der Warnowchor aus Kladrum und Umgebung unter Leitung von Jürgen Lemburg brachte nach der Melodie „Die Heimat hat sich schön gemacht“ ein persönliches Ständchen zu Gehör. Den neuen Text schrieb Gudrun Lübbe. Für flotte und zum Teil moderne Rhythmen sorgten Martha Kloss und Manja Ederdt auf dem Akkordeon und mit dem gemeinsamen Mecklenburg-Lied endete dieses rund einstündige festliche Kulturprogramm.

Danach gab es viel Trubel im Festzelt und auf dem Festplatz. Der Mestliner Anglerverein bot frisch geräucherten Fisch, die Grundschule lud zum Kegeln, der Vimfower Hobbykünstler Hans-Jürgen Pischel bot allerlei aus Holz und Udo Erdmann präsentierte seine Ausstellung über die verschiedensten historischen Kriege des 19. Jahrhunderts. Auch der Landhandel Rudolf Peters öffnete seine Tore zu einer Betriebsbesichtigung. Jürgen Erdmann zog mit seiner vollbesetzten Kutsche durchs Dorf, interessiert lauschten die Fahrgäste den Erläuterungen. Er brachte die Gäste im Anschluss zum Landhandel. Hier erfuhren die Gäste unter anderem, dass in den sieben Silos je bis zu 3000 Tonnen Weizen gelagert werden und mit Düngemitteln gehandelt wird. Immer wieder hörte man beim Rundgang über den Festplatz, dass es eine gelungene Jubiläumsfeier war. Mit einer sehr umfangreichen Bilderausstellung wurden Erinnerungen an Personen und Ereignisse wach. Es gab auch viele Begegnungen zwischen den noch dort wohnenden Einwohnern und bereits weggezogenen, die aus diesem Anlass ihre Heimat wieder besuchten. So Johann Podlipnik, der heute 83-Jährige wohnt seit Anfang des Jahres in Parchim und genoss es sichtlich, wieder in seinem Heimatdorf zu sein.

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