Rekordhoch : Rufbus peilt die 6000er-Marke an

Rufbusparade: Ob Taxi, Spezialauto oder Bus – wenn der Kunde ruft, wird ab 11. Dezember jetzt auch im Altkreis Ludwigslust das System in Gang gesetzt.  Fotos: Mayk Pohle
Rufbusparade: Ob Taxi, Spezialauto oder Bus – wenn der Kunde ruft, wird ab 11. Dezember jetzt auch im Altkreis Ludwigslust das System in Gang gesetzt. Fotos: Mayk Pohle

Zahl der Fahrgäste zwischen Parchim und Plau auf Rekordhoch. Nächste Woche Start in Hagenow, im August in Crivitz und Sternberg

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04. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Der Rufbus gibt Gas: Kurz vor der (fast) kreisweiten Einführung und gut ein Jahr nach dem Start, steigt die Zahl der Fahrgäste zwischen Parchim und Plau auf 5693. Ende August waren es noch 4246.

Stefan Lösel, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim VLP: „Wir konnten mehr als sieben Prozent der Haushalte im ländlichen Raum beziehungsweise abseits der Hauptlinien von Bus und Bahn als Kunden gewinnen.“ Auch wenn es keine vergleichbaren Zahlen anderer Regionen gibt, scheint das Rufbus-Projekt den Trend sinkender Fahrgastzahlen umzukehren.

„Das Pilotprojekt Parchim – Lübz – Plau verlief sehr erfolgreich, wir legen jetzt nach: Jeder Ort erreichbar an 365 Tagen im Jahr – ab 10. Dezember fährt der Rufbus auch in Boizenburg, Zarrentin, Wittenburg, Lübtheen, Hagenow, Dömitz, Ludwigslust, Neustadt-Glewe und Umgebung“, verspricht Stegfan Lösel. Ab Mitte August 2018 soll die dritte Stufe zünden. Dann ist das Schweriner Umland in den von der VLP bedienten Regionen Crivitz und Sternberg dran.

Das Modellprojekt Rufbus startete am 11. Dezember 2016 in der Fläche des ländlichen Raumes zwischen Mestlin, Marnitz, Goldberg, Meyenburg und Karow mit etwa 16 000 Einwohnern abseits der getakteten Bahn- und Buslinien. Der Rufbus ergänzt in der Schulzeit den Linienverkehr und ersetzt in den Schulferien den bisherigen Linienverkehr an einzelnen Wochentagen. Mit dem zusätzlichen Angebot erhalten die Einwohner die Möglichkeit, von ihrem Wohnort aus innerhalb einer attraktiven Fahrzeit einen der zentralen Umstiegspunkte zu erreichen.

Wer mindestens zwei Stunden vor dem gewünschten Fahrtantritt unter 03883 / 616161 anruft, wird zu einer im Fahrplan angegebenen Richtzeit von der Bushaltestelle in seinem Ort abgeholt. Von dort geht es zum Umstiegspunkt, zum Beispiel dem Bahnhof in Parchim. Der VLP-Geschäftsführer: „Auch die Rückfahrt zum Wohnort erfolgt auf diese Weise, wenn es die verkehrlichen Bedingungen zulassen, sogar direkt bis zur Haustür.“ Und: Wer den Rufbus einmal nimmt, fährt immer wieder mit. Stefan Lösel weiß von drei Damen aus einer gemeinde zwischen Lübz und Plau zu berichten. Bestellt eine den Bus, folgen kurz darauf die beiden anderen. So macht der Rufbus auch ein gemeinsames Kaffeekränzchen möglich.

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