Verkehr : Ronja ist die beste Radlerin

Beste Radlerin mit 31 von 32 möglichen Punkten wurde Ronja Gühlcke
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Beste Radlerin mit 31 von 32 möglichen Punkten wurde Ronja Gühlcke

Viertklässler der Mestliner Grundschule zeigten mit Bravour, was sie in Sachen Verkehrserziehung gelernt hatten.

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24. Juni 2015, 08:00 Uhr

Die Theorie und auch die Praxis bei der diesjährigen Fahrradprüfung haben alle Viertklässler der Mestliner Grundschule bestanden, erklärten die Präventionsbeamten Kathleen Guder und Eckart Tackmann von der Polizeiinspektion Ludwigslust gestern Vormittag. Bereits am Montag fand die theoretische Prüfung statt, nachdem zuvor die Mädchen und Jungen sich mit dem Thema Verkehrserziehung befasst hatten. „Von 40 möglichen Punkten in der Theorie wurden im schlechtesten Fall 34 erreicht, ein Ergebnis, welches sich sehen lassen kann“, lobte Tackmann. Gestern galt es, diese Kenntnisse in der Praxis zu beweisen. Dazu wurden im öffentlichen Straßenverkehr rund um das Kulturhaus und den angrenzenden Straßen kleinere Verkehrsschilder aufgestellt und damit verschiedene Situationen simuliert. So galt es u.a. an einem Hindernis vorbei zu fahren, einen Fußgängerüberweg zu passieren, die Vorfahrt zu beachten, eine Bushaltestelle zu passieren. Geachtet wurde darauf, ob die nötigen Handzeichen erfolgen und das Verhalten den Vorschriften entspricht.

Etliche Eltern stellten sich als Wertungsrichter zur Verfügung und verfolgten mit Spannung, wie sich ihre Sprösslinge schlagen.

Es klappte alles und keiner ist durchgefallen. Aber einen Fehler haben sehr viele Kinder gemacht, den auch die erwachsenen Kraftfahrer oftmals machen - das ist der Schulterblick, der vielfach vergessen wurde, so die Einschätzung der Prüfer. Insgesamt aber zeigten sich die Schüler sehr verkehrssicher. Gegenüber Stadtkindern haben sie das Rad besser unter Kontrolle und fahren sicherer, da sie doch häufiger damit unterwegs sind. Die Verkehrszeichen kennen dafür die Stadtkinder besser, so die Erfahrungen der Präventionsbeamten.

Als beste Radlerin an der Mestliner Schule konnte Ronja Gühlcke geehrt werden, sie hatte von 32 möglichen gestern 31 Punkte erreicht. Auch bei der technischen Kontrolle der Drahtesel gab es relativ wenige Beanstandungen und so konnten die Präventionsbeamten auch viele TÜV-Plaketten vergeben. Einige Kinder allerdings müssen noch fehlende Klingeln oder Rückstrahler ersetzen und dann nachkontrollieren lassen.

Wie wichtig diese Art der Verkehrserziehung ist, zeigt die Unfallstatistik. Im vergangenen Jahr wurden auf den Straßen des Landkreises zwölf Unfälle registriert, bei denen Kinder als Verursacher in Frage kommen. Die Zahl ist gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Die Mestliner Grundschule ist die einzige im Altkreis, die die Fahrradprüfung in diesem Rahmen durchführt. Vielfach, wie in Marnitz, Goldberg, Parchim und Lübz, gibt es noch Verkehrsübungsplätze, die von den Kindern auch rege genutzt werden.

Die Verkehrserziehung an den Kindereinrichtungen und den Grundschulen unseres Landkreises sei als sehr lobenswert einzuschätzen, lautet das Fazit der Präventionsbeamten.

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