Giftmüll : Rom: Staatsanwalt ermittelt

120 Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren waren am Einsatz beteiligt.
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120 Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren waren am Einsatz beteiligt.

38 Tonnen vergifteter Boden auf Deponie Ihlenberg entsorgt

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03. September 2015, 06:00 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Schwerin ermittelt nach dem Brand auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebes in Rom gegen die Firma. Es geht dabei um den Vorwurf des „unerlaubten Umganges mit gefährlichen Abfällen“, hieß es auf Nachfrage. Die Staatsanwaltschaft machte aber auch deutlich, dass diese Auskunft der „gegenwärtige Stand sei, der sich je nach Ermittlungsergebnissen noch ändern und/oder konkretisieren kann.“

Die Ermittlungen wurden nach dem Chemiebrand in Rom am 12. August eingeleitet, bei dem Löschwasser mit Chemikalien kontaminiert war. Der Brand war nach bisherigen Erkenntnissen außerhalb einer Halle in der Entsorgungsfirma entstanden und dann in die Halle übergegangen. Das kontaminierte Löschwasser floss in die öffentliche Kanalisation und in einen Graben und sorgte teilweise für eine Evakuierung der Bevölkerung.

Wir fragten auch beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg nach, wie es möglich war, dass das kontaminierte Löschwasser in öffentliche Gewässer gelangen konnte. „Außerhalb der Halle werden keine Chemikalien gelagert“, hieß es anfangs. Auf nochmalige Nachfrage wurde bestätigt, dass „zum Zeitpunkt des Ausbruches des Brandes eine Transporteinheit für die Verbringung zur Entsorgung zusammengestellt wurde. Es handelte sich um einen Ladevorgang im Außenbereich der Anlage“, so Henning Remus vom Staatlichen Amt.

Weiterhin informierte er, dass etwa 40 bis 45 Kubikmeter Löschwasser unmittelbar am Tag des Brandes aus dem Graben abgepumpt und im Klärwerk Parchim zwischengelagert wurde.

„Nach Vorlage der Analytik wird durch die Untere Wasserbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim über die weitere Verbringung des Löschwassers entschieden. 38 Tonnen Boden wurden zwischenzeitlich ausgekoffert und auf der Deponie Ihlenberg entsorgt“, informierte Henning Remus über den Verbleib des kontaminierten Materials.

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