Rom : Römer bringt Frühling nach Berlin

Annekathrin Weimer und Gärtnereiinhaber Dirk Meyn bringen verschiedene Primeln mit nach Berlin.
Annekathrin Weimer und Gärtnereiinhaber Dirk Meyn bringen verschiedene Primeln mit nach Berlin.

Gärtnerei Meyn auf der Grüne Woche in Berlin dabei. Frühblüher entfalten ihre Blüten. Als Botschafter fürs Parchimer Land unterwegs.

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12. Januar 2018, 05:00 Uhr

Es kommt regelmäßig vor. Wenn Gärtnermeister Dirk Meyn in der legendären Länderhalle von Mecklenburg-Vorpommern auf seinem Firmenschild mit der Ortsmarke Rom wirbt, kommen Besucher der Grünen Woche ins Grübeln. „Da mag der eine oder andere schon denken, dass wir aus dem sonnigen Süden angereist sind. Schließlich bringen wir farbenfrohe Frühlingsboten mit nach Berlin. Doch umso größer ist die Freude, wenn die Messebesucher erfahren, dass wir in Mecklenburg zu Hause sind“, erinnert sich Dirk Meyn gerne. Die Winterwochen stehen bei Dirk Meyn ganz im Zeichen seiner Messetour, die seit nunmehr 16 Jahren stets auf der Grünen Woche in Berlin beginnt, später zu Sachsens Freizeitmesse nach Leipzig führt und schließlich im Norden endet. Hier stehen die Hansemesse in Wismar und die Ostseemesse in Rostock in Meyns Terminplan.

Obwohl ein Messebesuch wie der auf der weltgrößten Ausstellung der Ernährungswirtschaft stets mit Strapazen verbunden ist, freuen sich Gärtnerin Annekathrin Weimer und ihr Chef Dirk Meyn auf die bevorstehenden Tage schon sehr. „In Berlin mit dabei zu sein, macht stolz“, räumen beide ein. Und es sei die beste Möglichkeit mit den Kunden in den eher ruhigeren Winterwochen in Kontakt zu kommen. „Gärtnern auf der eigenen Parzelle liegt im Trend. Da sind Pflanzen vom Fachbetrieb ebenso gefragt wie der Rat des Experten“, meint Dirk Meyn. Und über jede Menge Erfahrung verfügt er, denn sein Betrieb blickt in diesem Jahr auf 25 Jahre zurück. Nachdem er das ziemlich regenreiche Jahr 2017 gut gemeistert hat, brachte auch der bislang ausgefallene Winter der Gärtnerei keine Probleme. Unter Glas und Folie wird das für die Pflanzen nötige Klima passend gemacht. „Die milden Temperaturen sparen darüber hinaus Kosten für Energie“, gibt der Chef zu bedenken.

Die Primeln entfalten nun ihre Blütenpracht. Sie mögen es nicht zu warm. Unmittelbar nach der Rückkehr von der Grünen Woche stehen die Gemüsepflanzen im Fokus. Zuerst kommt der Samen für Salat und Kohlrabi in den Boden. Vieles muss per Hand erledigt werden. Hilfreich ist eine Maschine, die die Ballen mit der Pflanzerde formt. Kunden können es schon vor Ostern kaum noch erwarten, für das eigene Gewächshaus kräftige Gemüsepflanzen in der Gärtnerei Meyn zu erwerben. „Wir haben stets auch neue Sorten im Angebot. Auf der Grünen Woche nutze ich die Zeit auch zum Erfahrungsaustausch zum Beispiel mit Vertretern des Bundessortenamtes“, sagt der Chef. So sei er der Kerbelrübe auf der Spur, einer zweijährigen Pflanze, die essbare, knollig verdickte Wurzeln bildet, und immer mehr Interessenten findet. Auch bei den Tomatensorten gibt es immer wieder Neuentdeckungen. „Nun fehlt nur noch der Frühling“, findet Dirk Meyn.

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