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Wettbewerb um das schönste Dorf : Riese Ramm und Riesen-Denkmal

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

43 Dörfer im Landkreis Ludwigslust-Parchim nehmen teil / SVZ begleitet Jury in Marnitz und Mestlin

von
erstellt am 19.Mai.2015 | 21:21 Uhr

43 Dörfer und Gemeinden aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim nehmen am 9. Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden“ auf Kreisebene teil. Eine Jury, bestehend aus neun Mitgliedern des Landkreises sowie verschiedener Verbände, besuchte zum Auftakt der Bereisung die Gemeinden Marnitz, Siggelkow, Mestlin und Brenz. Wir waren in Marnitz und Mestlin dabei.


Marnitz


Der Besuch in Marnitz begann mit einer Rundreise. Ein Kremser aus dem Jahre 1986 hatte Siegfried Böcker vorbereitet und so ging es quer durch Marnitz. Unter den Jurymitgliedern auch Landrat Rolf Christiansen, der nach eigen Worten „seit 1995 als Schirmherr fast immer dabei war.“ Marnitz' Bürgermeister Hans-Jürgen Buchholz schlüpfte in die Rolle eines Reiseführers und pries seine Gemeinde bestens an. „Wir haben einen Schlachter, Physiotherapie, Massage, Apotheke, Arzt und Zahnarzt, Eisdiele, Tischler, Maler, Landwirtschaft…“, die Aufzählung des Gewerbes wollte kein Ende zu nehmen. Besonders beeindruckt schien die Jury von den vielen Immobilien- und Grundstückskäufen und -verkäufen zu sein. „Hier hätte ja eine Zweigstelle des Notars voll zu tun“, meinte ein Jurymitglied schmunzelnd. Rund 100 Menschen sind in den vergangenen drei Jahren in den Ort am Fuße der Ruhner Berge gezogen und haben die Einwohnerzahl damit nicht nur konstant gehalten, sondern sie stieg sogar. Gleich hinter der Autobahn verlangte Riese Ramm einen Stopp und gesellte sich zur Gruppe. Gemeinsam ging es weiter, vorbei an sehr gepflegten Grundstücken zum Gemeindesaal im Bürgerbüro. Dort hatten etliche Vereine und Gruppen ihre Utensilien aufgebaut und warben für die vielen Freizeitangebote. Petra Pfützner von der Spinnstube „Schwarzes Schaf“ war ebenso vertreten wie Pastor Konrad Kloss, die Feuerwehr, der Sportverein…, auch Modelle wie vom Aussichtsturm waren zu sehen.


Mestlin


Bürgermeister Uwe Schultze empfing die Jury in Mestlin mit den Worten, dass man entsprechend des Mottos auch das zukunftsfähige Mestlin zeigen werde und meinte „und was zukünftig noch zu machen ist“. Damit spielte er auf die großen Aufgaben an, die schwer oder gar nicht alleine für die Gemeinden zu lösen seien. Angesichts des Riesen-Kulturhauses war sich die Jury einig, dass dies ein großer finanzieller Klotz sei. Beim Rundgang im Haus, in dem gerade Handwerker die großen Türen im Foyer sanierten, wurde klar, was bereits geleistet wurde und was aber auch noch zu leisten ist. Der Verein Denkmal Kultur Mestlin e.V. hat sich in den vergangenen Jahren stark engagiert und viele verschiedene Finanzquellen für die Sanierung anzapfen können. Claudia Stauß zählt die Rampe für Behinderte, die Haupteingangstreppe und die sanitären Anlagen auf, berichtet von den Ausstellungen und Veranstaltungen wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

Bei einem kleinen Dorfrundgang kann Bürgermeister Schultze auf Sanierung im Rahmen der Dorferneuerung, auf die umfangreichen Bauarbeiten am Wasser-, Schmutzwasser-, und Regenwasserkanalnetz in den Jahren 2010 und 2011 verweisen. In diesem Zusammenhang wurden fast alle Straßen mit Asphaltdecken versehen. Überrascht zeigte sich die Jury vom Ambiente am Pfarrhaus mit der großen Kastanie. Angesichts der schlechten Fassade der Kindereinrichtung waren alle überrascht von dem modernen, hellen und freundlichen Inneren, in dem die Kinder gut betreut werden.

Schulleiterin Gudrun Höfs erläuterte die Arbeit der Grundschule mit ihrem Förderverein, berichtete vom Computerkabinett und der Projektarbeit sowie dem Schwimmunterricht in Klein Pritz.

„Man sieht bei so einer Bereisung viel mehr, als beim Durchfahren und bekommt ein intensiveres Bild“, sagt Wera Festner von den Landfrauen, die ebenso zu der Jury zählt, wie u.a. Heike Kasten vom Bauernverband Parchim, Elli Krüger vom Landkreis oder Uta Möller von der Unteren Naturschutzbehörde. Fünf Bewertungskriterien sind aufgestellt, bei denen maximal 100 Punkte zu erreichen sind. (Lesen Sie unten auf dieser Seite)


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