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Spektakuläre Übung : Retter zwischen Himmel und Erde

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Einsatzszenario: Monteur verunglückt bei Wartung eines Windkraftgiganten / Rettungskette funktioniert / Schwachstellen aufgespürt

von
erstellt am 11.Sep.2014 | 12:26 Uhr

Eine kräftige Briese weht  über das Parchimer Land. Die  Windkraftgiganten im  Energiepark am östlichen Stadtrand  geben alles. Doch drei der 13  Anlagen stehen still. „Reguläre Wartungsarbeiten“, heißt es dazu aus der Vestas-Zentrale, dem Hersteller der Windtürme.

Für die Monteure Martin Kurth und Daniel Lein ist es ein Routineauftrag. Ihr Tag beginnt am Windkraftturm V 203578 inmitten eines Maisfeldes mit der Auffahrt ins Generatorenhaus. Kurz vor 14 Uhr plötzlich ein Aufschrei. Martin Kurth eilt zu seinem Kollegen, der am Boden liegt und sich vor Schmerzen krümmt. Eine Hand von Daniel Lein ist verletzt, womöglich hat sich der erfahrene Monteur  auch ein Bein gebrochen. Martin Kurth weiß  genau, was in dieser Situation zu tun ist. Er setzt einen Notruf per Funkgerät ab, das jeder der Mitarbeiter ebenso wie ein Handy stets am Mann hat.

Sekunden später wird eine Rettungsaktion beginnen, die für viele Beteiligte eine Premiere ist.

In Parchim rückt zunächst die Feuerwehr mit drei Fahrzeugen und 14 Kameraden aus. „So etwas haben wir noch nie gemacht“, sagt Wehrchef Bernd Schröder.  Weitere professionelle Hilfe ist im Anmarsch: Winfried Stahnke, Timm Grabow und Ingo Parr, die zur  Höhenrettungsgruppe der Rostocker Berufsfeuerwehr gehören und  für diese Spezialaufgabe ausgebildet wurden, kommen erstmals in der Parchimer Region zum Einsatz.  Als Führungskräfte des Windkraftunternehmens Vestas und des Investors Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH (UKA) vor Ort eintreffen, wird klar, dass es sich um eine realitätsnahe Havarieübung handelt. Im Vorfeld eingeweiht waren nur wenige.

Am Ende sind alle erleichtert. „Wir müssen uns dieser Aufgabe  stellen. Schließlich gibt es in der Parchimer Region immer mehr Windkraftanlagen“, so Bernd Schröder. 

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