Flusslauf der Warnow : Reizvolle Pläne für Warnowquelle

In der Mitte der alten Schmiede sprudelt das Wasser. Das gesamte Areal um die Warnowquelle in Grebbin soll nach den Plänen der Gemeinde gestaltet werden.
In der Mitte der alten Schmiede sprudelt das Wasser. Das gesamte Areal um die Warnowquelle in Grebbin soll nach den Plänen der Gemeinde gestaltet werden.

Gemeinde Obere Warnow erarbeitet Projekte und hofft auf Förderung aus Programm der Europäischen Union

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13. November 2014, 15:07 Uhr

Die Quelle der Warnow, eines der wichtigsten Flüsse von Mecklenburg-Vorpommern, soll touristisch erschlossen werden. Darauf zielen Pläne der Gemeinde Obere Warnow für Grebbin.

Die Gemeinde hat mehrere Projekte für das sogenannte Leader-Programm eingereicht, ist von Bürgermeister Hartmut Bahl zu erfahren. Die Kommune setzt  auf  Fördermittel  der Europäischen Union  zur Entwicklung des ländlichen Raums. Wenn sie fließen, könnte sich Grebbin zu zu einem Anziehungspunkt  entwickeln.

„Die Warnowquelle soll als kultureller und touristischer Magnet gestaltet werden“, erklärt Bahl. Die alte Schmiede, wo   zwischen Mauern erkennbar ist, wie die Warnow-Quelle sprudelt, soll eine Überdachung erhalten.

Am Gebäude der ehemaligen Feuerwehr gleich  neben diesem Ort und dem Quellteich in Grebbin, heute ein Anglerheim, soll das Dach gedeckt werden. Zudem sollen hier Toilettenanlagen integriert werden.

Vorgesehen ist ferner, den alten Feuerwehr-Schlauchturm zu einem Aussichtsturm umzubauen. Auch die Gestaltung der Außenanlagen mit Parkplätzen und Info-Tafeln haben die reizvollen Pläne zum Ziel, die im Fall der Förderung innerhalb der nächsten fünf Jahre realisiert werden könnten.

Ein wichtiges  Projekt bezieht sich  auf die Renaturierung der Warnow selbst. Der Fluss, der heute noch unmittelbar hinter seinem Quellteich  in Grebbin  unter der Erde verschwindet, soll wieder an das Tageslicht geholt werden.

Der Wasser- und Bodenverband Mittlere Elde befasst sich bereits seit längerer Zeit mit dem Projekt. Allerdings scheiterte die Umsetzung bislang an der Finanzierung. Zuletzt waren die Eigenmittel der Kommune ein Knackpunkt. Sie sollten durch Ausgleichsgelder für den Bau von Windrädern in der Kommune aufgebracht werden. Das ging nicht auf, weil weniger Windräder genehmigt wurden, als der Investor plante. Folglich standen auch die Ausgleichsgelder nicht zur Verfügung.

155 Kilometer lang schlängelt sich die Warnow von ihrer Quelle in Grebbin  bis zur Mündung in die Ostsee bei  Rostock.   Die größte Stadt des Landes bezieht  ihr Trinkwasser aus der Warnow. Der Flusslauf ist gerade im mittleren Lauf durch das  Sternberger Seenland bei Kanuten beliebt.

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