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Parchimer Zeitung

22. November 2017 | 06:51 Uhr

Parchim : Reise in das Reich der Dinos

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Herbstvortrag der Parchimer Nachwuchsakademie

Zugegebenermaßen sind 200 Millionen Jahre nicht einfach mal so in 60 Minuten zu verpacken. So sei der Hut vor Wilfried Krempin aus Schwerin gezogen, der sich trotzdem dieser Herausforderung stellte.

Zum zweiten Herbstvortrag in diesem Semester hatte die Parchimer Nachwuchsakademie (Panak) an diesem Mittwochnachmittag geladen – und zugleich als Premiere zum ersten Mal in die Aula des Goethe-Gymnasiums. Thema des Tages: Warum starben die Dinosaurier aus?

Dass die Riesenechsen in Kinderkreisen ein Top-Thema sind, bewies der zehnjährige Paul, der mit Opa Dieter hergekommen war. Spinosaurus sei sein Lieblingssaurier und auf die Nachfrage nach dessen Aussehen kommt ein selbstverständliches „das ist der mit dem Rückensegel!“ Alles klar. Und sonst, wie steht’s mit Jurassic Park? „Davon habe ich alle Teile auf DVD, auch Jurassic World, nur der dritte Teil fehlt noch.“ Langsam dämmert es, dass wir es hier mit Fachkennern der Szene zu tun haben.

Um der Unkenntnis ein Ende zu setzen, wird Wilfried Krempin gelauscht. So tauchen wir ein in die Trias-, Jura- und Kreidezeit, folgen dem Asteroiden, der mit unglaublichen 32 000 Kilometern in der Stunde auf die Erde zugeflogen, im Golf von Mexico eingeschlagen sein soll und damit das Ende der Dinosaurier einläutete.

Aber auch andere Theorien haben ihren Platz. So haben eventuelle Klimaschwankungen nur noch die Männchen des Dino-Nachwuchses schlüpfen lassen oder vielleicht zerstörten auch die aufkommenden Säugetiere das Gelege der Riesenechsen.

„Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte“, mutmaßte Prof. Dr. Bernd Klausch, Gründer der Panak und dankte Wilfried Krempin für den informativen und reich bebilderten Vortrag. Der Vortragende selbst hatte 1978 in der Tongrube Grimmen urzeitliche Knochen entdeckt und weiß, dass „Dinosaurierskelette zu früheren Zeiten als Statusobjekte dienten“.

Ob das für die kleine Lea auch zutrifft, ist wohl nicht zu vermuten. Die Elfjährige hat selbst Dino-Knochen zu Hause und ist ohnehin schon jahrelang diesen Tieren verfallen. Ihre Freundinnen und Mitschülerinnen Chantal, Shannon und Gina aus der 5c hatten auch ihre Blöcke bei der Hand und schrieben fleißig mit. Und es sei betont, das nach offiziellem Schulschluss!

Darüber freut sich auch Biologielehrerin Silvia Frick, welche diesen Vortrag als perfekte Ergänzung sieht. „Die Kriechtiere haben wir ja sowieso im Unterrichtsplan“, weiß die Zeitstifterin, die auch alle anderen Klassen weiterer Schulen neben der vierten und fünften Klassen bei den Panak-Vorträgen willkommen heißt.


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