Vereinsa(u)ktionswoche : Räder für guten Zweck versteigern

Birgit Naxer und Hendrick Fritsche nehmen die Auktions-Fahrräder in Augenschein Fotos: Wolfried Pätzold
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Birgit Naxer und Hendrick Fritsche nehmen die Auktions-Fahrräder in Augenschein Fotos: Wolfried Pätzold

Countdown für 13. Vereinsa(u)ktionswoche: Die Fahrradwerkstatt des Fördervereins Parchim-Ludwigslust unterstützt das Projekt

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29. Juni 2015, 14:01 Uhr

„Die Fahrräder machen wirklich einen guten Eindruck“, meint Hendrick Fritsch, der in der gemeinnützigen „Werkstatt West“ den Hut auf hat. Insgesamt sieben Räder hat er dieser Tage im Fundbüro der Stadt Parchim in Empfang genommen. Alle wurden  herrenlos in Parchim aufgefunden und die Besitzer haben sie auch nach der gesetzlich vorgeschriebenen Aufbewahrungsfrist von sechs Monaten nicht wieder abgeholt. „Das ist eigentlich unverständlich, denn Fahrräder sind bekanntlich nicht ganz billig“, gibt Hendrick Fritsch zu bedenken.

Doch wie so oft, die Medaille hat zwei Seiten. „Wir freuen uns, dass die Stadt bereits im dritten Jahr in Folge die nicht abgeholten Fundräder für unsere Vereinsa(u)ktionswoche und damit für den guten Zweck zur Verfügung stellt“, sagt Birgit Naxer vom ZiP-Büro (Zusamen in Parchim), die bereits zum 13. Mal in Folge eine Vereinsa(u)ktionswoche vorbereitet. Zum Auftakt wird es auch in diesem Jahr am 12. Juli eine Versteigerung im Zinnhausgarten geben. „Mit Fahrrädern haben wir natürlich ein Zugpferd am Start. Und die Räder, die vielfach mit einem Eröffnungsangebot von zehn bis 20 Euro aufgerufen werden, versprechen ein Schnäppchen“, macht Birgit Naxer neugierig.

In Zusammenarbeit mit der „Werkstatt West“ in Trägerschaft des Jugendfördervereins Parchim-Ludwigslust e.V. stehen ihr Unterstützer zur Seite, die von Fahrrädern etwas verstehen. „Die Räder werden bewertet, die Mängel aufgelistet und zusammen mit dem Tipp, sie später in  der Werkstatt auf Vordermann zu bringen, versteigert“, sagt Birgit Naxer. Das gemeinnützige Projekt einer Fahrradwerkstatt, die sich seit einem Jahr in der Stegemann-Straße (ehemals Sozialkaufhaus) befindet, nahm vor sieben Jahren seinen Anfang. Montag bis Freitag  jeweils von 14 bis 18 Jahren kommen vor allem junge Leute, um sich unter fachlicher Anleitung den eigenen Drahtesel instand zu setzen. Für viele, darunter Jugendliche mit Migrationshintergrund, ist es inzwischen eine unverzichtbare Begegnungsstätte. Hier gibt es nicht nur technische Hilfe, um kostengünstig das eigene Fahrrad zu reparieren, sondern auch Hilfe und Rat für den Alltag. „Da passt unser Angebot sehr gut mit dem Anliegen der Vereinsa(u)ktionswoche zusammen, sind sich Hendrick Fritsch und Birgit Naxer einig.

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