Friedrichsruhe : Radler feiern Lückenschluss

Die ersten Radfahrer testeten sicher und entspannt die neue Trasse neben der Bundesstraße 321. Fotos: Bernd Möschl
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Die ersten Radfahrer testeten sicher und entspannt die neue Trasse neben der Bundesstraße 321. Fotos: Bernd Möschl

Fahrradtrasse entlang der Bundesstraße 321 zwischen Friedrichsruhe und Crivitz nach 17 Jahren komplett

svz.de von
23. April 2017, 17:19 Uhr

Eine freudige Überraschung gab es am Sonnabend für Fahrradfreunde mit der feierlichen Freigabe der letzten Teilstücke eines sicheren Radwegs zwischen den Gemeinden Zapel und Friedrichsruhe. Die beiden ehrenamtlichen Bürgermeister Hans-Werner Wandschneider und Uwe Kröger sowie die SPD-Abgeordneten Frank Junge (Bundestag) und Thomas Schwarz (Landtag MV) durchtrennten das symbolische Band und radelten gemeinsam mit gut 50 Nachbarn von Hof Zapel nach Friedrichsruhe, wo ein deftiger Imbiss wartete.

Dabei hatte gerade jetzt eigentlich niemand so richtig mit einem fertigen Lückenschluss gerechnet, nachdem bereits der für September 2016 „fest“ avisierte Termin wegen unvorhergesehener Baugrundprobleme (SVZ berichtete) ausfiel und die dann ab Oktober durchgeführten Arbeiten erneut unterbrochen werden mussten. Nun habe sich allerdings herausgestellt, dass die an zwei Problemstellen eingebrachten Untergrundstabilisierungen doch nicht über ein Jahr gebraucht hatten, um sich „zu setzen“, erfuhren die betreffenden Kommunen kurzfristig und erlebten dann dieser Tage staunend die rasche Asphaltierung und finale Gestaltung der Trasse.

So waren schließlich die beiden Bürgermeister des Lobes voll für die beteiligten Ämter, Projektanten und bauausführenden Firmen, die verständnisvoll kooperativen Anlieger und nicht zuletzt Bund und Land, welche dieses Projekt bis auf die etwa 25 000 Euro kommunalen Eigenanteil finanzierten. „Danke sagen wir aber auch den Crivitzern, dass sie uns den Vortritt ließen, indem sie für ihren eigenen Radweg Richtung Schwerin nicht rechtzeitig Baufreiheit schafften“, schob Uwe Kröger augenzwinkernd hinterher.

Thomas Schwarz erinnerte nicht zu unrecht daran, dass der erste Abschnitt der nun 6,1 Kilometer langen Radwegetrasse zwischen Zapel und Friedrichsruhe im Jahr 2000 vom damaligen Ministerpräsidenten Harald Ringstorff eingeweiht wurde – und zwar als Reaktion auf einen schlimmen Unfall.

Seitdem hätten sich Volksvertreter wie Hans-Joachim Hacker auch auf Bundesebene unermüdlich weiter für den Ausbau eines Bundesstraßen begleitenden Radwegenetzes eingesetzt, ergänzte Frank Junge. Und beide Abgeordenten lobten übereinstimmend MV-Landesverkehrsminister Christian Pegel für seine eindeutige Haltung, „sinnvollem Lückenschluss Priorität“ einzuräumen.

Dieses „Happy End nach 17 Jahren“ war für Bürgermeister Uwe Kröger aber auch Anlass, in die Zukunft zu blicken, und zwar „mit einigem Optimismus“, wie er betonte: Lasse schon der jetzt freigegebene Radweg wichtige Synergien nicht nur in Sachen näher rückender Nachbarn sondern auch für die touristische Anbindung etwa an den Lewitz-Radwanderweg erwarten. So arbeite die Gemeinde Friedrichsruhe bereits intensiv auf die Vollendung ihrer Ortsdurchfahrt sowie die Radfahrtrassen nach Domsühl und von dort nach Neuhof hin. Wobei letztere 6 Kilometer wohl als nächste gebaut würden. Den Beteiligten jedenfalls dürfte „Rückenwind“ genau so gelegen kommen, wie den 50 Premieren-Radlern am Sonnabend, die trotz ein paar bis siebenprozentiger Steigungen schon nach weniger als einer halben Stunde ihr Ziel erreichten.  



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