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Elde-Müritz-Wasserstraße : Pumpen schützen vor Eispanzer

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Uferpflege wird fortgeführt und Spundwand vor Plauer Hubbrücke saniert

von
erstellt am 13.Feb.2017 | 16:11 Uhr

Der anhaltende Frost hat die wichtigste Wasserstraße der Region – den Elde-Müritz-Kanal – voll im Griff. Seit Tagen sind große Abschnitte vereist. „Das kommt zwar nicht so oft vor, aber ist für uns auch nichts Besonderes“, meint David Borchert, Chef der Außenstelle Parchim des Wasser- und Schifffahrtsamtes Launenburg. Mit seinem Team ist der junge Mann seit fünf Jahren für den Abschnitt des Kanals vom Kilometer 56 (Eldedreieck) bis Kilometer 129 (Lanzer Kanal) zuständig. Hier gibt es sieben Schleusen und zehn Wehre. „Eis könnte vor allem den Schleusentoren zusetzen. Mit elektrisch betriebenen Pumpen verhindern wir, dass hier überhaupt ein Eispanzer entsteht. Früher mussten unsere Mitarbeiter aufwendig per Hand die Eisschollen vor den Schleusen beseitigen. Das ist nun nicht mehr nötig“, sagt der Experte.

Auch die seit langem geplanten Wartungsarbeiten laufen trotz Frost und Eis weiter. Zwischen Malchow und Parchim sowie nahe Kuppentin sind zur Ufersicherung Holzungen in vollem Gange. „Dabei ist zu berücksichtigen, dass in Abstimmung mit den Naturbehörden diese Arbeiten nur bis zum 28. Februar möglich sind, um Vögel bei der Brut nicht zu stören. Wir liegen im Zeitplan“, sagt David Borchert.

Der zwischen dem Ende der Saison 2016 und der am 1. April beginnenden Saison 2017 eingeplante Schleusen-TÜV, bei dem die wichtigen Wasserbauwerke komplett trocken gelegt und gründlich unter die Lupe genommen werden, erfolgte in Parchim bereits im Dezember. „Danach steht nun auch fest, dass im kommenden November die Schleusentore herausgehoben und saniert werden müssen.“ Die Schleuse Neuburg soll in wenigen Tagen, im März, ebenfalls auf Herz und Nieren geprüft werden. Im Winter 2017/18 sind umfangreiche Arbeiten an der Lübzer Schleuse geplant.

Im Fokus stand in diesem Winter auch die Spundwand vor der mehr als 100 Jahre alten Hubbrücke in Plau. Dort wurden Stahlteile in den Grund gerammt. Erneuert soll auch noch in Abstimmung mit der Stadt Plau die Beplankung der denkmalgeschützten Hubbrücke. Bei laufendem Schiffsbetrieb sind im Frühjahr zwischen Damm und Malchow auf rund 750 Metern Arbeiten am Eldedamm geplant. „Verschiedene Nagetiere, darunter Nutrias, setzen dem Damm zwischen höher liegender Elde und tiefer liegendem Umfeld zu. Wie gefährlich das werden kann, haben wir am Störkanal erlebt“, gibt Borchert zu bedenken. Der Fuß des Eldedamms wird stabilisiert und mit Gittern versehen, um Nager abzuhalten.  

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