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Sommermuseum Parchim : Pütter Zeitreise als Ferienofferte

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

14. Sommermuseum im Zinnhaus eröffnet. Historische Besonderheiten im Fokus. Neues Konzept und Angebote für Schüler

Bei der Eröffnung des 14. Sommermuseums der Stadt Parchim wurde es gestern im Zinnhaus schon einmal richtig eng. Für Bürgermeister Dirk Flörke ein deutliches Zeichen, dass dieses Kulturprojekt einen guten Ruf genießt und ins Programm des Kultursommers passt. Carmen Zemke, die zusammen mit dem kleinen Team des Stadtmuseums die diesjährige Ausstellung maßgeblich konzipiert hat, stellte zu Eröffnung klar: „Anders als in den zurückliegenden Jahren steht diesmal nicht ein Thema, sondern die Besonderheiten in der Geschichte der Stadt im Mittelpunkt. Es sind einzelne Bereiche wie die Gerichtsbarkeit, die Militärgeschichte, das Naturpotenzial, die Industrie oder Persönlichkeiten, die allerdings auch nur kurz anschaulich und mit Informationen angerissen werden. Damit soll den Besuchern ein geschichtlicher Spaziergang ermöglicht werden, die vielleicht Lust macht ins Museum zu gehen oder sich die Originalschauplätze genau anzuschauen.

Das sich diese Kulturofferte an kleine und große Besucher und Parchimer sowie Urlaubsgäste der Stadt in der Ferienzeit richtet, veranschaulicht beispielsweise das Thema Stadtwald mit dem Nachbau der Höhle von Räuber Vieting. Auch die Industriegeschichte ist mit einem Modell der alten Eldemühle vertreten. Hier wird zwar schon lange kein Mehl mehr gemahlen, aber das Gebäude soll bekanntlich als Theaterstandort und Heimstatt fürs Museum zu neuem Leben erweckt werden.

Auf der Suche nach geschichtlichen Belegen für das Besondere wird man schnell fündig. So wissen sicher nur wenige, dass im 19. Jahrhundert mit Bellachini einer der berühmtesten Zauberkünstler seiner Zeit in Parchim aufgetreten ist. Die Geschichte der Zauberkunst wird im Sommermuseum lebendig.

Selbst für Dieter Dümcke, der sich seit Jahrzehnten mit der Stadtgeschichte beschäftigt, gibt es im 14. Sommermuseum einen Aha-Effekt. „Was hier zur Vorderstadt zusammengetragen wurde, ist mir zum Teil unbekannt gewesen“, so seine erste Reaktion.

Auch optisch kommt das diesjährige Sommermuseum verändert daher. Großformatige Fotos, knappe Informationen und bedruckte Stoffe sind geeignet, um einen erlebnisreichen Einblick zu schaffen. Noch bis zu den Ferien sind Schulklassen aufgerufen, sich dieses Projekt gemeinsam anzuschauen. Mehrere Anmeldungen liegen bereits vor. Die Schau ist täglich von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3 bzw. 1,50 Euro. Mit Unterstützung des Heimatbundes können die Betreuung und Führungen abgesichert werden.

 

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erstellt am 05.Jul.2016 | 08:00 Uhr

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