Projektarbeit für die Region Parchim unverzichtbar : Pütter Elde-Schiffe im "Trockendock"

<fettakgl>Die Instandsetzung der Eldeflotte</fettakgl> kommt auf dem Gelände der früheren Mühle am Fischerdamm trotz der Winterwitterung gut voran.<foto>Wolfried Pätzold</foto>
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Die Instandsetzung der Eldeflotte kommt auf dem Gelände der früheren Mühle am Fischerdamm trotz der Winterwitterung gut voran.Wolfried Pätzold

Das Unternehmen ABS Parchim will weiterhin als Partner für die Menschen in der Region Arbeitsmarktprojekte verwirklichen. Derzeit geht auch die Instandsetzung der Ausflugsschiffe Elde-Queen und Räuber Vieting gut voran.

svz.de von
22. Januar 2013, 10:19 Uhr

Parchim | Noch hat Väterchen Frost die Region fest im Griff. Und doch spielt in vielen Unternehmen der Region die bevorstehende Sommersaison längst eine Rolle. "Wir nutzen die Zeit, um die Eldeflotte instand zu setzen", sagt Hans-Joachim Stüwe, seit wenigen Monaten Geschäftsführer der Firma ABS Parchim. Beim Jobcenter hat er offene Ohren für das Projekt gefunden, so dass die Männer im Rahmen von befristeten Ein-Euro-Jobs mit der Reparatur der Ausflugsschiffe Elde-Queen und Räuber Vieting rechtzeitig vor dem Saisonstart beginnen konnten. "Die alte Farbe muss runter und das ist ziemlich aufwändig", gibt Stüwe zu bedenken.

Bis die Boote, die in den 90er Jahren im Rahmen von Beschäftigungsprogrammen bei der ABS in Parchim aufgebaut worden sind, wieder im nassen Element schwimmen, werden noch einige Wochen vergehen. "Wir würden uns sehr freuen, wenn auch in diesem Jahr Carsten Schwarz und Freddi Kösterke als Schiffsführer mit den Gästen auf der Elde-Müritz-Wasserstraße ihre Runden drehen", betont Hans-Joachim Stüwe. Beide hatten die ABS seit ihrer Gründung bis zur Übergabe an die Wohnungsbaugenossenschaft PWG geleitet und sich für die beliebte Eldeflotte stets stark engagiert.

"Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, die erfolgreiche Arbeit der ABS fortzusetzen. Das sind wir den Menschen in der Region schuldig", sagt der neue Chef. Dabei ist er sich durchaus bewusst, dass es nicht einfach sein wird, unter den veränderten Bedingungen die Beschäftigungsgesellschaft in sicherem Fahrwasser zu halten. "Die Politik ist gefordert, die Rahmenbedingungen für aktive Beschäftigungspolitik zu gewährleisten. Auch in Parchim erleben wir täglich, dass viele Menschen die Unterstützung auf dem Weg zurück zum Arbeitsmarkt dringend benötigen. Bleibt abzuwarten, was das noch bis zur Bundestagswahl passiert", meint Hans-Joachim Stüwe.

Für die Fortführung von Arbeitsmarktprojekten hat der Chef seine Hausaufgaben bereits gemacht. "Wir haben anspruchsvolle Projekte in der Schublade und hoffen, dass das Jobcenter uns möglichst bald den Zuschlag erteilt", so Stüwe. Seit vielen Jahren hat die ABS auf dem Pingelhof in Alt Damerow den Ausbau des agrarhistorischen Museums maßgeblich unterstützt. Dort wurde ein multifunktionelles Zentrum mit funktionierender Agrartechnik aus früheren Zeiten aufgebaut und Exponate der Sammlung fachgerecht restauriert. Die museale Arbeit, die ihre Nachhaltigkeit längst unter Beweis gestellt hat, soll möglichst ohne größere Pause fortgeführt werden.

Auch in der Kreisstadt sieht Hans-Joachim Stüwe Potenzial für neue Projektarbeit. "Für die touristische Infrastruktur mit Rad- und Wanderwegen sowie Rastplätzen, die in den 90er Jahren angelegt worden sind, gibt es Handlungsbedarf. Wir haben mit der Stadt bereits gesprochen und konkrete Vorschläge unterbreitet. Damit möchten wir uns als ABS weiterhin als verlässlicher Partner der Region empfehlen."

Auch die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Kulturforum in Pampin würde Stüwe gerne fortführen. Nicht nur beim Aufbau des inzwischen überregional bekannt gewordenen Skulpturenparkes, sondern auch beim Ausbau des Tourismus in den Ruhner Bergen, könnte die Projektarbeit der ABS Parchim einen wichtigen Beitrag leisten.

Ein weiteres Standbein der GmbH bleibt der Wasserwanderplatz am Fischerdamm. "Hier wollen wir das Niveau nicht nur halten, sondern verbessern. Mit der Stadt, dem Eigentümer der Hafenanlage, sind die Vorhaben abgestimmt. Neue Versorgungssäulen für Wassersportler, die Vergrößerung des Caravanstandplatzes und die Pflege der Grünanlagen wurden bereits in Angriff genommen. Auch das Informationssystem, das den Skippern den Besuch der Kreisstadt erleichtern soll, wird bis Saisonbeginn modernisiert.

Die ABS ist seit Sommer 2012 auch für einen Teil der Serviceleistungen für die Mieter der PWG zuständig. Derzeit gehören die Schneeberäumung und später die Grünbereichspflege dazu. "Auch Mieter, die ihre Wohnung renovieren wollen, finden bei uns die nötige Unterstützung", sagt der Chef.

In den Sommermonaten sollen die PWG-Mieter in Zusammenarbeit mit dem Verein "Uns Hüsung" dann auch von Fahrten der Ausflugsschiffe profitieren.

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