Angebot an Ferienkinder und Urlauber : Premiere: Sommertheater in Parchim

<strong>Jenny Maria Meyer (l.), Anette Straube</strong> machen sich für Versicherungsvertreter Weiss fein, den sie wegen eines Gerüchts für einen König halten.
1 von 2
Jenny Maria Meyer (l.), Anette Straube machen sich für Versicherungsvertreter Weiss fein, den sie wegen eines Gerüchts für einen König halten.

Mit einer Premiere der ganz anderen Art wartet das Landestheater in den nächsten Wochen auf. "Sommer im Theater" heißt es im Juli auf der großen Bühne. Eigentlich sollte das Sommertheater in Rostock stattfinden.

svz.de von
25. Juni 2012, 10:12 Uhr

Parchim | Mit einer Premiere der ganz anderen Art wartet das Mecklenburgische Landestheater in den nächsten Wochen auf. "Sommer im Theater" heißt es sechs Mal im Juli auf der großen Bühne.

"In der Tat, wir bieten erstmals für unsere Urlauber und Ferienkinder ein spezielles Ferientheater an und wollen damit einen kulturellen Beitrag für unsere Region leisten", sagt die Dramaturgin Katja Mickan. Eigentlich sollte das Sommertheater in der Hansestadt Rostock stattfinden, doch das große Haus ist noch nicht spielfähig und so war der eigentliche Plan ad acta zu legen.

Vorstellungen in der "Kleinen Komödie" in Warnemünde sind davon allerdings nicht betroffen. Doch was sollte mit den geplanten Vorstellungen geschehen? Das jeweilige Ensemble ist auf die Termine eingerichtet. "Da kam uns die Idee, mal dieses Experiment zu wagen und wer weiß, vielleicht kommt es so gut an, dass wir im nächsten Jahr das Sommertheater noch ausweiten können", wünscht sich die Dramaturgin. Sechs Vorstellungen sind erst einmal für dieses Jahr geplant.

Mit "Der Ferienkönig" und "Am Samstag kam das SAMS zurück" sowie "Pippi Langstrumpf" haben die Organisatoren auch kurzweilige Stücke auf den Sommerspielplan gesetzt. Der "Ferienkönig" ist eine Komödie von Heinz Erhardt, die Intendant Thomas Ott-Albrecht inszenierte und sicher die Freunde des Humors erfreuen dürfte. In der Titelrolle ist Ulf Perthel zu sehen, der die Wortspiele Erhardts auf seine Weise zum Besten bringt, ohne ihn zu imitieren. (Vorstellungen 7., 13. und 22. Juli, jeweils 19.30 Uhr).

In "Am Samstag kam das SAMS zurück" (Regie Michael Jurgons), spielt Marlene Eiberger die Hauptrolle. Mit vielen Wunschpunkten im Gesicht und vor allem mit einer gehörigen Portion amüsanter Frechheit ausgestattet, ist das SAMS zur Freude von Herrn Taschenbier am Samstag wieder da und ergänzt die anderen Wochentage. Doch wie es zurückkommt und was die Wunschpunkte im Gesicht bedeuten, das ist am 17. Juli um 19 Uhr auf der großen Bühne zu sehen.

Eines der bekanntesten Stücke von Astrid Lindgren ist "Pippi Langstrumpf". Wer kennt sie nicht, die kleine rothaarige mit dem langen Namen Pippilotta, Viktualia, Rollgardina, Pfefferminz, Efraimstochter Langstrumpf, ihr Pferd "Kleiner Onkel" und das Äffchen "Herr Nilson". Pippi, die immer ihrem kindlichen Wunsch nachgeht und ihre eigene kleine Welt hat, lernt mit Annika und Thomas neue Freunde kennen und gemeinsam meistern sie diese Welt auf ihre Weise. Vorstellungen sind am 8. Juli um 16 Uhr und am 10. Juli um 10 Uhr.

Mit dem Ende der Spielzeit wechseln einige Schauspieler auch das Engagement. Während Jenny-Maria Meyer als Gast dem Parchimer Publikum weiter erhalten bleibt, werden Sabrina Lössl, Conrad Waligura und Andreas Flick an andere Bühnen wechseln.

Neben den bereits in Parchim agierenden Carolin Bauer und David Raphael Kopp (beide in "Verschwunden" als Hans und Grete zu sehen) werden Martin Klinkenberg und Steffen Schlösser neu verpflichtet. Die beiden werden sich mit ganz bekannten und beliebten Rollen dem Publikum vorstellen, sie übernehmen die Rollen des Zahlkellners Leopold bzw. des schönen Sigismund in dem Singspiel "Im weißen Rössl", in der Wiebke Roloff die Rösslwirtin spielt.

Die Premiere ist für den 15. September vorgesehen und nach mehreren Jahrzehnten wird sich damit das Landestheater wieder als Musiktheater vorstellen. "Selbstverständlich mit Livemusik, schließlich haben wir ein kleines, aber feines Orchester verpflichten können", verrät die Dramaturgin.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen