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Parchimer Zeitung

19. November 2017 | 13:34 Uhr

Mestlin rockt : Premiere im Kulturhaus

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Erste Veranstaltung dieser Art seit Jahren an der Stätte, wo einst die berühmtesten DDR-Bands auftraten

von
erstellt am 24.Okt.2017 | 12:00 Uhr

„ME-RO – Mestlin Rockt“. So etwas gab es, zumindest in der jüngeren Vergangenheit, in der Form im örtlichen Kulturhaus noch nicht. Ansonsten eher eine Stätte „hoher Kultur“ mit Kunstausstellungen, Open-Air-Theater und mehr werden am 28. Oktober um 20 Uhr harte Bässe und Metalmusik das Kulturhaus zum Beben bringen. „Es ist in der Tat eine Premiere. Aber Rockmusik ist auch hohe Kunst. Wir sind ein Kulturhaus und für alles relativ offen; außer rechtsnationales Gedankengut“, betont Claudia Stauß, Vorsitzende des Vereins „Denkmal Kultur Mestlin“. Alles andere könne man sich andenken. „Wenn jemand einen Töpferkurs anbietet, warum nicht?!“, so Stauß gegenüber SVZ.

Dabei gab es in jüngerer Vergangenheit hier durchaus Rockklänge zu vernehmen, z.B. auch mit Parchimer Bands. Aber in der geballten Form wie bei „ME-RO“ eben noch nicht. „ME-RO“ soll dabei ein Abend werden „mit jungen und junggebliebenen Bands aus der Region für junge und junggebliebene Gäste aus aller Welt“, so Stauß.

Damit knüpft man im Mestliner Kulturhaus übrigens an Vorwendezeiten an, als nahezu alle namhaften DDR-Bands wie City oder Karat hier auftraten. Gleiches taten diese übrigens fernab von Berlin auch unvergessen in Kobrow bei Sternberg.

Die Organisatoren des Mestliner Bandabends, Dörte Kantwill und Mathias Holzmann, waren an den Mestliner Verein herangetreten. Vier regionale Bands stellen sich vor und hoffen auf ein breites Publikum. Eröffnen wird den Abend durch „Stroking Breeze“ aus Boizenburg. Ein Mix aus Alternative-Metal, Rock und Motzerei, der sich auf einer Metal-Playlist genauso wohl fühlt wie auf entspannteren Rock-Playlists. Die zweiten im Bunde sind „Tritett“, eine Vier-Mann-Band aus Parchim. Sie spielen deutschsprachigen Rock/ Punk/Metal – nach dem Motto: Alles geht, nichts muss. Als drittes freuen sich „Why so serious“ aus Goldberg, im Kulturhaus zu spielen. Und den Abschluss machen „Trail of Blood“. Die Thrash Metal Band aus Parchim spielt bereits seit 2013 in der aktuellen Besetzung zusammen und hat 8. September gerade ihr zweite Album „Judas Evangelion“ veröffentlicht. Der Thrash Metal des Quartetts setzt auf viele Melodien und Tempiwechsel, wobei häufig die Grenzen des Death Metals gestriffen werden. Alle Bands und die Veranstalter und Organisatoren hoffen auf ein zahlreiches Publikum, wobei vor allem junge Menschen angesprochen werden sollen; aber auch alle anderen, vorausgesetzt, sie mögen laute Musik, sind herzlich eingeladen. Einlass ist um 19 Uhr. Ein fester Eintritt wird nicht erhoben, der Verein bittet aber um eine Spende für das Kulturhaus (empfohlene Höhe fünf Euro oder gern mehr). Für das leibliche Wohl vor Ort sorgen Helfer von Vereinen der Gemeinde Mestlin.

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