Jugendarbeit in Ludwigslust-Parchim : Präsidentengattin eingeladen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (r.) empfing Nico Conrad aus Rom anlässlich des Neujahrsempfangs im Schloss Bellevue (l. Elke Büdenbender, Ehefrau des Bundespräsidenten).
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (r.) empfing Nico Conrad aus Rom anlässlich des Neujahrsempfangs im Schloss Bellevue (l. Elke Büdenbender, Ehefrau des Bundespräsidenten).

Elke Büdenbender wird den Landkreis Ludwigslust-Parchim besuchen und sich über Jugendarbeit informieren

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16. Januar 2018, 20:45 Uhr

Eine Woche nach dem Empfang beim Bundespräsidenten hat die Delegation des Kreisjugendrings gute Nachrichten im Gepäck: Präsidentengattin Elke Büdenbender wird den Landkreis besuchen. Fragen an Nico Conrad (Vorstandsvorsitzender) und Markus von Jan (Geschäftsführer) stellte Redaktionsleiter Udo Mitzlaff.

Herr Conrad, Sie waren Anfang dieser Woche zum Neujahrsempfang des Bundespräsidenten in das Schloss Bellevue eingeladen. Wie war es?Conrad: Es war einfach toll. Beim Defilee war ich natürlich sehr aufgeregt, so eine Ehrung bekommt man nur einmal im Leben. Zum Mittagessen wurde ich an den Tisch von Frau Büdenbender gebeten. Wir haben uns über die Kinder- und Jugendarbeit unterhalten und ich habe ihr aus unserem wunderschönen Landkreis berichtet.

Haben Sie sie eingeladen?
Ich habe die Frau des Bundespräsidenten eingeladen, doch 2019 unseren Landkreis zu besuchen und sich von uns zeigen zu lassen, wie toll und vielfältig die Kinder- und Jugendarbeit hier ist. Über die sofortige Zusage habe ich mich umso mehr gefreut.

Gibt so eine Ehrung Schub für das zukünftige ehrenamtliche Engagement?
Selbstverständlich. Mir macht die Arbeit als Vorsitzender im Kreisjugendring aber auch eine Menge Spaß. Es ist einfach eine schöne Aufgabe, für die Kinder und Jugendlichen in unserem Landkreis da zu sein, unsere zahlreichen Vereine in der Kinder- und Jugendarbeit als Dienstleister zu unterstützen und unseren Landkreis mit vielen weiteren Engagierten für die Zukunft aufzustellen und zu gestalten.

Haben Sie Ihre kritische Stimme in Berlin gelassen?
Diese Ehrung erfolgte aber auch für unsere oft kritische Stimme in Richtung der Landesregierung, der Verwaltung oder Öffentlichkeit. Wenn ich zurückblicke, mahnen wir seit fast zwei Jahren an, dass immer noch kein tragfähiges Konzept für die Zukunft der Jugend- und Jugendsozialarbeit nach dem Ende der ESF-Förderperiode besteht. Das Land schweigt hier einfach weiter und die Beschäftigten gehen in eine ungewisse Zukunft.Auch hier sind wir durch die Einladung nach Berlin zusätzlich motiviert, weiter zum Handeln aufzurufen und selber zu handeln, um die Zukunft unserer Kinder zu sichern.

Eine Frage muss sein: GroKo ja oder nein?
Es ist kein gutes Signal an die Jugend, dass sie kaum vorkommt. Die bisherige Große Koalition war schon weiter.

Was steht denn dieses Jahr noch auf dem Aufgabenzettel?
Von Jan: Wir haben im vergangenen Jahr ein erfolgreiches Jugendforum zum Thema Schule durchgeführt, an dessen Nachbereitung wir, gemeinsam mit dem Kreisschülerrat, den Schulen sowie den entsprechenden Bereichen der Verwaltung und Politik, gerade arbeiten. Hier bleiben wir, gemäß unserem Selbstverständnis, an den Dingen dran.

Wird es eine Neuauflage geben?
Das kreisweite Jugendforum soll auch 2018 stattfinden. Dazu findet ein erstes Treffen mit vielen engagierten Jugendlichen noch in diesem Monat statt und wir schauen mal, wo die Reise hingeht. Zur Landratswahl planen wir mit unseren Mitgliedsvereinen, bewährten Kooperationspartnern und unter der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen mehrere jugendpolitische Veranstaltungen, wo die Kinder und Jugendlichen die Landratskandidaten kennenlernen und ausfragen können. Es wird ein „Speed-Dating“ werden, zu welchem wir selbstverständlich rechtzeitig einladen.

Conrad: Ganz nebenbei läuft weiterhin noch die Gremienarbeit im Jugendhilfeausschuss, Arbeitsgemeinschaften und die allgemeine Arbeit für unsere Mitglieder.

Was heißt Arbeitsgemeinschaften?
Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen die Bildung von Arbeitsgemeinschaften anstreben, in denen auch die anerkannten Träger der freien Jugendhilfe sowie die Träger geförderter Maßnahmen vertreten sind. In den Arbeitsgemeinschaften soll darauf hingewirkt werden, dass die geplanten Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden und sich gegenseitig ergänzen. Und in diesem Jahr wollen wir im Rahmen einer Sommertour nochmal näher an unsere Mitgliedsvereine rücken, diese bei ihren Aktivitäten für Kinder und Jugendliche besuchen und der Öffentlichkeit präsentieren, was es auch 2018 tolles und spannendes für die Kinder und Jugendlichen in unserem Landkreis gibt.

Der Aufgabenzettel ist voll. Wie schaffen Sie das mit einer hauptamtlichen Stelle?
Conrad: Mit einem hauptamtlichen Geschäftsführer, der sein Handwerk versteht, einem engagierten und motivierten Vorstand, mit tollen Mitgliedsvereinen und Kooperationspartnern.

Von Jan: Es ist natürlich wieder viel Arbeit, aber die entsprechende zusätzliche Motivation und das „Weiter so“ gab es für uns ja von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau persönlich.
 

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