Marnitz : Plauderei über Wild und Wald

Heinz-Detlef Förste (l.) zeigt Baldur Krüger die Jagdtrophäe von seinem „Lebenshirsch“. Fotos: Christiane Großmann
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Heinz-Detlef Förste (l.) zeigt Baldur Krüger die Jagdtrophäe von seinem „Lebenshirsch“. Fotos: Christiane Großmann

Zu Gast im Marnitzer Seniorenpflegeheim: Heinz-Detlef Förste erzählte Bewohnern von seiner Passion – der Jagd

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20. Februar 2018, 05:00 Uhr

„Der ist gut, der kann so schön erzählen und macht immer so tolle Fahrten.“ Baldur Krüger (76) freute sich sichtlich, als Heinz-Detlef Förste dieser Tage im „Haus Ruhner Berge“ in Marnitz hereinschneite. Doch an diesem sonnig-kalten Wintertag kam der Parchimer nicht, um mit Baldur Krüger oder einigen anderen Pflegeheimbewohnern eine kleine Ausfahrt in die nähere Umgebung zu unternehmen. Stattdessen brachte er die Natur ins warme Haus in Trägerschaft des Diakoniewerkes Kloster Dobbertin: Frei von der Leber weg plauderte er u. a. aus seinem Leben als Weidmann und über jagdliches Brauchtum. Heinz-Detlef Förste, der selbst einmal den Försterberuf gelernt hat, machte 1975 sein Grünes Abitur. Sein Leitspruch: „Die Jagd ist kein Hobby, sondern eine Passion und eine große Verantwortung.“

Seine kurzweiligen Ausführungen illustrierte er sehr zur Freude der Pflegeheimbewohner mit Jagdtrophäen aus seinem Privatbesitz und zahlreichen Tierpräparaten, die er dankenswerterweise vom Landesjagdverband zur Verfügung gestellt bekam. Hase, Fuchs, Nutria, Marderhund, Waschbär, Fasan, Rebhuhn, Hermelin, Mauswiesel und Co: Für eine unterhaltsame Stunde waren sie alle einträchtig im großen Eingangsfoyer des Hauses vertreten. Passend zum Anlass begleitet wurde Heinz-Detlef Förste außerdem von Holger Parlowski, Jörg Fengler, Christoph Ripperger und Helmut Muth. Sie sind Jagdhornbläser und pflegen dieses Brauchtum mit weiteren Gleichgesinnten in der Bläsergruppe „Retzower Heide“ um Hans-Heinrich Jarchow. Die vier Jagdhornbläser gaben bei ihrem Besuch in Marnitz nicht nur die gängigen Jagdsignale zum Besten. Nur zu gern und textlich sattelfest folgten die Senioren auch der Einladung, in das Lied vom Jäger aus Kurpfalz und bei der Mecklenburg-Hymne mit einzustimmen. Natur-Vorträge wie diese hat Heinz-Detlef Förste schon mehrfach in Seniorenpflegeheimen der Region gehalten. „Mir macht das sehr, sehr großen Spaß. Das ist meine Art, anderen eine Freude zu bereiten“, gesteht er. In Marnitz ist ihm das jedenfalls voll gelungen: Baldur Krüger, der selbst gute 25 Jahre bei der Forst tätig war, verfolgte jedes Wort. Und Inge Neupauer (76) schwärmte: „So etwas habe ich noch nicht erlebt . Es war so wunderschön. Das hätte noch viel länger gehen können.“

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