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Parchimer Zeitung

18. Oktober 2017 | 22:28 Uhr

Groß Godems : Platz zum Wohnen wird knapp

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

In Groß Godems gibt es keine freien Bauplätze mehr.Ausbau zwei weiterer Wohnungen im Mehrzweckgebäude in der Diskussion.

von
erstellt am 20.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Die Baulücken sind geschlossen in Groß Godems, sagt Bürgermeister Lothar Barsuhn. Das letzte Grundstück in der Waldsiedlung sei verkauft. Dieses Eigenheimgebiet hatte ein privater Investor nach der Wende erschlossen. Es gibt auch keine leerstehenden Häuser mehr in dem Dorf mit rund 400 Einwohnern – abgesehen von einem abseits gelegenen Gehöft, erklärt Barsuhn. Groß Godems – in der Nähe der Kreisstadt Parchim – ist als Wohnstandort begehrt, so der Bürgermeister: nicht nur bei Bürgern aus der Region. Zuzüge gab es u.a. aus dem Ruhrgebiet, aus Rügen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Ein Standortvorteil sei die Nähe zur Autobahn und die Lage des Dorfes auf halbem Weg zwischen Hamburg und Berlin. Ein Neubürger erzählte dem Bürgermeister, wie er ausgerechnet auf dieses Dorf kommt. Er hat in beiden Metropolen zu tun und einfach mit einem Zirkel auf der Landkarte Kreise gezogen und so die Region ermittelt, aus der er sowohl Hamburg als auch Berlin gut erreichen kann. Groß Godems liegt dafür ausgezeichnet.

Weitere Interessenten, die in Godems wohnen möchten, stehen bereit, weiß der Bürgermeister. Reserven sieht er noch im Mehrzweckgebäude. Vier Wohnungen gibt es darin, zwei sind belegt. In die anderen beiden müsste die Gemeinde investieren, um sie für Mieter herzurichten.

Das soll möglichst mit dem neuen Haushaltsplan in Papier und Tüten gebracht werden, über den im Mai beraten werden soll. Die klamme Kommune müsste dafür einen Kredit aufnehmen, der über die Mieten refinanziert wird. Er hoffe, dass die Kommunalaufsicht zustimmt, so Barsuhn.

Investiert werden sollte auch, um die Arbeitsbedingungen des Gemeindearbeiters zu verbessern, erklärt der Bürgermeister. Neue Kommunaltechnik hat er im Blick, aber die ist nicht billig. Die alte Technik ist 25 Jahre alt und ständig im Einsatz – vom Rasenmähen bis zum Schneeschieben. Die Instandhaltungskosten seien bald nicht mehr tragbar. Außerdem habe das alte Gerät keine Kabine für den Fahrer. „Wenn er Schnee schiebt, sieht er aus wie ein Schneemann“, so Barsuhn. Die Neuanschaffung sei dringend.

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