Ausbau Stromtrasse Güstrow-Perleberg : Planer stellen sich in Parchim den Bürgerfragen

Diese 220-kV-Freileitung bei Parchim soll durch eine größere ersetzt werden.
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Diese 220-kV-Freileitung bei Parchim soll durch eine größere ersetzt werden.

Infomarkt in Parchim zum Ausbau der Stromtrasse Güstrow-Perleberg

svz.de von
03. April 2017, 05:00 Uhr

Ein Infomarkt zum geplanten Ausbau der Stromautobahn zwischen Güstrow, Parchim und Perleberg findet am Mittwoch, 5. April, von 15 bis 19 Uhr im Solitär in der Kreisverwaltung in der Putlitzer Straße 25 in Parchim statt.

Auf der Informationsveranstaltung geben Projektleiter Rocco Hauschild und sein Team Auskunft zum Verfahren, den anstehenden planungsrechtlichen Schritten sowie den Beteiligungsmöglichkeiten der Bürger. Neben Informationen zum Genehmigungsverfahren und zum Schutz von Mensch und Umwelt werden auch Fragen zur Trassenfindung und der technischen Umsetzung beantwortet. Netzbetreiber 50Hertz bietet nach eigenen Aussagen im Rahmen des Infomarktes die Möglichkeit, an verschiedenen „Themeninseln“ konkrete Fragen und Anliegen an Experten zu richten und Hinweise zu geben.

Es handele sich um einen Erweiterungsneubau, bei dem die neue 380-kV-Leitung auf etwa 90 Kilometern Länge weitgehend in der Trasse der bestehenden 220-kV-Leitung verlaufen soll, teilt das Unternehmen mit. Dabei wird im ersten Schritt die bestehende 220-kV-Leitung abgebaut und im zweiten Schritt durch eine neue 380-kV-Freileitung ersetzt.

Derzeit bereitet 50Hertz das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt vor. Gemeinsam mit den Trägern öffentlicher Belange und den Anliegern wird geprüft, ob in einigen Bereichen kleinräumige Änderungen des Trassenverlaufs sinnvoll sind, um lokale Verbesserungen zu erreichen. Wie SVZ berichtete, soll es beispielsweise bei Lancken eine leichte Veränderung der Trasse geben.

Durch den Ausbau soll es möglich sein, mehr erneuerbar erzeugten Strom aus dem Norden in die südlichen Bundesländer zu liefern. Die bestehende 220-kV-Freileitung aus dem Jahr 1958 reicht laut Netzbetreiber sowohl für die aktuell abzutransportierenden Strommengen als auch für den prognostizierten Bedarf nicht aus.

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