zur Navigation springen

Lewitzrand : Petrus vermiest Betreibern der Freibäder das Geschäft

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Im Eldebad bislang weniger Gäste als im Vorjahr. Geringere Einnahmen auch am Wockersee in Parchim

von
erstellt am 19.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Wenn Bürgermeister Wolfgang Hilpert dieser Tage am Eldebad vis-a-vis der Garwitzer Schleuse vorbeifährt, schlagen zwei Herzen in seiner Brust. „Wir sind stolz auf unser schönes Freibad. Da ist es wirklich schade, dass Petrus in diesem Sommer bislang nicht mitspielt“. Das Wetter-auf-und -ab vermiest kleinen und großen Wasserratten nicht nur den Badespaß, sondern lässt die Kassen nicht wie erhofft klingeln.

„Im Vorjahr haben wir am Saisonende dank der vielen Besucher schwarze Zahlen geschrieben und die Betriebskosten mit den Eintrittsgeldern gedeckt. Wenn es in diesem Sommer so weiter geht, wird es schwierig“, befürchtet der Bürgermeister. Es sei seit Jahren eine Herausforderung angesichts der klammen Gemeindekasse dieses für die gesamte Region wichtige Freibad finanziell zu stemmen. „Noch haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben, dass der Sommer noch einmal zulegt. Schon in der kommenden Woche dürfte mit den sechs geplanten Schwimmkursen des ASB tüchtig Leben ins Bad kommen“, freut sich Wolfgang Hilpert. Und auch die Grundschüler aus Matzlow, die vor den Ferien hier das Schwimm-Abc erlernen, gehören zu den Stammgästen.

Der ASB, der seit Jahren einen großen Beitrag für das Eldebad leistet, strebt für diesen Sommer an, die Teilnehmerzahl für die Schwimmlehrgänge erstmals auf über 200 Kinder zu erhöhen. „Nicht auszudenken, wenn es ein Freibad wie hier in Garwitz für den Schwimmunterricht nicht gebe. Aus anderen Teilen Deutschlands kommen alarmierende Zahlen, dass dort nur noch jedes zweite Kind überhaupt schwimmen kann“, so Wolfgang Hilpert. „Mehr können wir hier nicht stemmen“, meint der Bürgermeister als Reaktion auf Vorschläge, die Badezeiten zu verlängern. In den Ferien ist das Garwitzer Bad vormittags für die Schwimmkurse reserviert und von 13 bis 19 Uhr für Jedermann geöffnet. Tobias Warncke, Betreiber des Kiosk im Bad hatte angeregt, die Öffnungszeiten noch einmal auf den Prüfstand zu stellen (wir berichteten). „Die in der Gemeindevertretung beschlossenen Öffnungszeiten sind ein Kompromiss und berücksichtigen die Kosten für Personal und Wasserrettung. Einen Spielraum gibt es nicht. Die Entscheidung wie lange der Kiosk geöffnet bleibt, liegt in den Händen des Betreibers“, gibt Hilpert zu bedenken. Ausnahmen, wie kürzlich das Baden in einer Vollmondnacht, seien durchaus möglich.

Auch im städtischen Freibad in Parchim zählt man täglich weniger Gäste als in manchen Vorjahren. „Nach der Hälfte der Badesaison haben wir ein Drittel der geplanten Einnahmen erzielt“, so Stadtsprecher Torsten Schünemann und meint, „dennoch sind wir verhalten optimistisch“. Das Interesse steige allgemein mit Beginn der Sommerferien und damit auch die Besucherzahlen. Zusätzliche Aktionen, wie in früheren Jahren Beachpartys, seien in diesem Sommer am Wockersee aber nicht geplant.  

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert