zur Navigation springen

Mestliner streiten seit Jahren über Parkplatz : Parkplatzsuche wird zur Provinzposse

vom

Ein neues Kapitel in der unendlichen Geschichte „Parken auf dem Marx-Engels-Platz“ wurde auf der Vertretersitzung geschrieben. Es gab neue Einwände gegen die Neuordnung.

svz.de von
erstellt am 31.Okt.2012 | 08:27 Uhr

Mestlin | "Die unendliche Geschichte" heißt ein Roman von Michael Ende. In Mestlin scheint dieser Titel auf das Thema "Parken auf dem Marx-Engels-Platz" auf jeden Fall zuzutreffen. Bereits seit zwei Jahren wird pro und kontra diskutiert (wir berichteten mehrfach). Auch in der jüngsten Gemeindevertretersitzung gab es wieder keinen Beschluss, mit dem das Thema zu den Akten gelegt werden könnte. Mit sechs Gegenstimmen und drei Enthaltungen wurde der vorgelegte Plan des Ordnungsamtes abgelehnt.

Die Mitglieder des Bündnisses für Mestlin bemängelten zunächst, dass eine Skizze der vorgeschlagenen Parkordnung bereits vor der Diskussion in der Gemeindevertretung veröffentlicht worden war. Das Amtes Goldberg-Mildenitz wies diese Kritik zurück und verwies darauf, dass auf Grundlage der Geschäftsordnung die Themen der Sitzungen vorab auf der Amtsseite im Internet veröffentlicht werden, um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, die Diskussion zu verfolgen.

Damit nicht genug: Gleich mehrere Argumente gegen die Umsetzung des vorgelegten Planes kamen auf den Tisch. Die Unabhängigen Wählergemeinschaft führt die Kosten (etwa 4500 Euro) ins Feld. Die warfen auch die Frage auf, wer die Einhaltung der neuen Parkordnung kontrollieren soll. Mitglieder des Bündnisses für Mestlin verwiesen auf die Tatsache, dass der Platz zum Denkmalschutzbereich gehöre und deshalb keine Veränderungen ohne Zustimmung der Denkmalschutzbehörde erfolgen dürfen. Schließlich unterbreitete Bündnismitglied Torsten Kort den Vorschlag, die Zufahrt für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht über 7,5 Tonnen von der Fritz-Reuter-Straße zum Marx-Engels-Platz zu untersagen. Diese könnten schließlich generell von der Parchimer Straße an der ehemaligen Schulküche vorbei den Platz anfahren. Außerdem sollten Verkehrsschilder aufgestellt werden, die das Parken für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen zeitlich begrenzen.

Das Ordnungsamt wurde erneut aufgefordert, entsprechende Vorschläge bzw. Alternativen zu prüfen und den Gemeindevertretern vorzulegen. Unklar ist nach wie vor, ob der Marx-Engels-Platz nun als Wohngebiet (dann wäre das Dauerparken von Lkw verboten) eingestuft ist oder als Mischgebiet.

Nun soll das Thema auf der nächsten Gemeindevertretersitzung am 12. Dezember erneut auf die Tagesordnung kommen. Ob die unendliche Geschichte zur Provinzposse verkommt, oder entdlich ein Ende findet, bleibt offen.

Die weitere Themen des Abends wie das Bauvorhabeneines Sanitärtrakt und Behinderten gerechter Zugang für das Kulturhaus wurden im nichtöffentlichen Teil behandelt.

Bürgermeister Uwe Schultze hat zuvor darüber berichtet, dass Ronny Möller bei der jüngsten Gesellschafterversammlung der Wohnungsgesellschaft Mildenitz (WOGE) einstimmig in den Aufsichtsrat gewählt wurde. Außerdem dankte er ausdrücklich der Entsorgungsfirma ALBA für die Bereitstellung der Container für den Grünschnitt. "Das klappte ausgezeichnet und die vollen Container wurden schnell und unproblematisch gegen leere getauscht", so der Bürgermeister.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen