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Parchimer Zeitung

19. November 2017 | 17:18 Uhr

Parken in Parchim neu sortiert

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Stellplätze in der Innenstadt sollen effektiver genutzt werden / Veränderungen fürs Anwohner-Parken / Einheitliche Beschilderung

von
erstellt am 10.Okt.2014 | 13:09 Uhr

Immer mehr Tagestouristen zieht es in die Kleinstadt. Die Sache hat mitunter nur einen Haken. Auf der Suche nach einer Parkmöglichkeit im Stadtzentrum verzweifeln ortsunkundige Gäste, obwohl es die beiden Großparkplätze am Fischer- und Burgdamm gibt. „Die Situation hat sich in den Jahren weiter verschärft. Auch Autofahrer, die zum Einkaufen oder einem Restaurantbesuch ins Stadtzentrum kommen, finden beispielsweise auf dem Alten Markt tagsüber nur selten einen freien Stellplatz“, beschreibt Kerstin Ostermann vom städtischen Ordnungsamt die Situation. „Es gibt Handlungsbedarf. Wir wollen Anwohnern und Gästen der Stadt gleichermaßen akzeptable Parkmöglichkeiten anbieten. Das bisherige System ist an seine Grenzen gekommen“, bestätigt der zuständige Fachbereichsleiter Holger Geick. Bestätigt wurden die visuellen Beobachtungen von einer gründlichen Analyse. Danach sind tagsüber die Stellplätze auf dem Alten Markt mitunter zu 80 Prozent mit Fahrzeugen belegt, die sich mit einer Genehmigung als Anwohner-Parker ausweisen. In der Lindenstraße/Marstall liegt dieser Wert bei 60 bis 70 Prozent.

Vor Monaten haben sich Mitarbeiter aus mehreren Bereichen der Stadtverwaltung (Verkehrsbehörde, Ordnungs- und Bauamt) zusammengesetzt, um Ideen für ein neues Konzept zu entwickeln, um die möglichen Stellplätze im Kernbereich der Innenstadt effektiver auszunutzen. „Wichtig ist, dass die Zahl von bislang rund 200 Stellplätzen für Anwohner weiterhin zur Verfügung stehen. Auch an den bundesweit einheitlichen Kosten von 30 Euro für die Jahres-Anwohner-Karte wird sich nicht ändern“, betont Holger Geick.

Die Pläne, die in den zurückliegenden Tagen bereits in den Fachausschüssen der Stadtvertretung vorgestellt und intensiv diskutiert wurden, sehen so aus. Aus neun bislang als Anwohner-Parkplätze genutzte Bereiche werden künftig fünf Parkzonen. Diese werden den Wohnbereichen der Anwohner zugeordnet. „Wir legen Wert auf Transparenz. Die Karte mit den Zonen A bis E wird im Amtsblatt und im Internet für jedermann zur Verfügung stehen. Die Zone A wird en Ziegenmarkt, die Apotheken- und Blutstraße und den Mühlenberg umfassen. In dieser Zone können Bewohner dann flexibel eine freie Stellfläche nutzen. Einen Rechtsanspruch auf einen Stellplatz gibt es auch weiterhin nicht.

Zunächst enttäuscht werden die Anwohner sein, die bisher auf dem Alten Markt, am Fischerdamm oder auf dem Broock Anwohnerstellplätze genutzt haben. Sie werden auf angrenzende Straßen ausweichen müssen. „Dabei muss man die Interessen der gesamten Stadt im Blick haben“, meint Holger Geick, der in Erinnerung ruft, dass die Stadt stärker belebt wird und sich gastfreundlich zeigt. Zu berücksichtigen ist auch, dass zum Beispiel der Alte Markt nach 17 und bis 8 Uhr weiterhin von jedermann kostenfrei genutzt werden kann.

Nachdem in den Ausschüssen Zustimmung signalisiert wurde und die Stadtvertreter am 5. November noch einmal darüber beraten, könnte das neue „Parkraum-Bewirtschaftungskonzept für Bewohner der Innenstadt zum 1. Januar 2015 umgesetzt werden. „Anträge für Anwohnerstellplätze müssen wie in den Vorjahren erst zum Jahresende gestellt werden“, sagt Holger Geick. Auch die neue Beschilderung wird rechtzeitig fertig sein. „Die Weiterentwicklung unseres Verkehrskonzeptes hat Priorität. Da wird es auch künftig Veränderungen geben, die nicht allen Wünschen gerecht werden“, ist sich Holger Geick sicher. Für ihn steht fest, dass Parchim auch weiterhin eine parkfreundliche Stadt bleibt.


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