zur Navigation springen

Kunstbeitrag : Parchims Lichtblick im Schloss Plüschow

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Skulptur erinnert an Kampf um den Kreisstadtstatus / Beschädigtes Kunstwerk erlebt Wiedergeburt

von
erstellt am 09.Jul.2015 | 12:40 Uhr

Fast auf den Tag genau vor fünf Jahren war die Skulptur „Lichtblick“ auf einem Schiff der Eldeflotte vor dem Schweriner Schloss vorgefahren, um den Landtagsabgeordneten bei ihrer Entscheidung zur Kreisgebietsreform die Augen zu öffnen, dass Parchim als Kreisstadt erste Wahl sei. Bildhauer Herbert W.H. Hundrich – Weltenbummler zwischen seinen Wohn- und Arbeitsorten in Spanien und im mecklenburgischen Pampin – wollte mit seiner eindrucksvollen Skulptur seinen Beitrag zur demokratischen Meinungsbildung leisten. Bekanntlich gab es am Ende eine Stimme Vorsprung für Parchim als Kreisstadt des neuen Großkreises Ludwigslust-Parchim.

Im Oktober 2013 bekam der „Lichtblick“ seinen Platz vor der Stadthalle in Parchim. Aber nur wenige Tage später hatten Unbekannte das Kunstwerk vom Sockel gestoßen und dabei auch schwer beschädigt. Für eine aufwändige Reparatur fand sich im Dialog mit der Stadt keine Lösung. „Eine Renovierung der Skulptur für den Außenbereich ist zwar möglich, aber realistisch betrachtet zu aufwändig“, so das heutige Fazit des Künstlers.

Und doch erlebt dieses Kunstwerk nun eine Art Wiedergeburt. Ab Sonntag (12. Juli) ist Herbert W.H. Hundrich in der renommierten Ausstellung „3D Positionen zur Skulptur“ im Schloss Plüschow in Nordwestmecklenburg zusammen mit sieben weiteren Künstlern vertreten. Dafür hat er den „Lichtblick“ noch einmal überarbeitet, seine Geschichte kreativ eingefangen und als Skulptur für den Innenbereich aufbereitet. Die Kuratoren der Plüschower Schau finden dies „spannend und umsetzenswert“.

Herbert W.H. Hundrich gibt seinen Traum, dass der „Lichtblick“ auch wieder in der Kreisstadt Parchim zu sehen ist, nicht auf. Dabei baut er auf die bislang gute Zusammenarbeit mit der Stadt Parchim und will das Gespräch suchen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen