Parchim : Parchims Filetstück wird lebendig

Das Entwicklungsgebiet in der Regimentsvorstadt, links außerhalb Real und BBM, rechts die Kreisverwaltung
Das Entwicklungsgebiet in der Regimentsvorstadt, links außerhalb Real und BBM, rechts die Kreisverwaltung

30 Hektar Fläche mit Bauplätzen für Familien an der Müritz-Elde-Wasserstraße. Stadt stellt Masterplan für Regimentsvorstadt vor.

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26. Mai 2017, 20:45 Uhr

„Kontinuierlich attraktive Bauplätze“ hatte Parchims Bürgermeister Dirk Flörke versprochen. Jetzt wird geliefert. Der Masterplan (siehe Hintergrund) für die Regimentsvorstadt zwischen Kreisverwaltung und Müritz-Elde-Wasserstraße steht und wird detailliert am Dienstag in der Stadthalle vorgestellt (19 Uhr). Damit könnten schon bald bis zu 30 Hektar Fläche für Wohnhäuser mitten in der Stadt zur Verfügung stehen. Die Nachfrage besonders bei jungen Parchimern ist groß.

Dirk Flörke: „Der Masterplan stellt die Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Regimentsvorstadt dar. Ziel soll es sein, die heute brachliegenden Flächen zu einem attraktiven Wohngebiet zu entwickeln und die Infrastruktur auszubauen.“ Derzeit sei die Kreisstadt was Wohnbauland betreffe nicht optimal aufgestellt. Die erfolgreiche Lückenbebauung in der Altstadt reiche nicht.

Die Nachfrage komme von hier aufgewachsenen jungen Leuten, die in Parchim bleiben wollen und aus der Wirtschaft. Die muss sich im Werben um Fachkräfte immer mehr einfallen lassen und ein attraktives Umfeld anbieten.

Das ehemalige Gelände der GUS-Streitkräfte sei schon ein Kleinod, sagt Bürgermeister Dirk Flörke: „Innerstädtisch und mit Nähe zum Wasser.“ Am Dienstag wolle die Stadt ihre Gedanken vorstellen, was mit dem Gebiet passieren solle und darüber mit den Parchimern diskutieren. Vorausgegangen waren viele Arbeitsrunden mit Verwaltungsmitarbeitern und Stadtvertretern. Nach einem Beschluss der Stadtvertretung könne dann „schnellstmöglich“ die Planungsphase beginnen.

Nachdem die GUS-Streitkräfte 1992 abgezogen waren, setzte die zivile Nachnutzung des Areals ein. Ab 1995 begann die Sanierung. In der ehemaligen Dragonerkaserne residiert jetzt die Kreisverwaltung. In der ehemaligen Reithalle laufen seit dem Jahr 2000 Kinoerfolge, die Ex-Pferdeställe wurden zum Haus der Jugend. In ehemaligen Kasernen entstanden 161 Wohnungen. Die Regimentsvorstadt ist der drittgrößte Parchimer Stadtteil.

Spannend bleibt die Frage nach dem zukünftigen Festplatz. Ursprünglich sollte die Zukunft des Martinimarkts in der Regimentsvorstadt liegen, in den letzten Jahren war das aber kaum noch Thema. Schausteller fühlen sich auf der Festwiese an der Bergstraße wohl. Das sollen auch die künftigen Bewohner der Regimentsvorstadt. Angesichts der älter werdenden Parchimer Bevölkerung (Forscher sagen ein Plus von 17 Prozent voraus) kann sich Dirk Flörke auch ebenerdige barrierefreie Wohnungen im ausgebauten Stadtteil vorstellen.

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