zur Navigation springen

Mann begeht Selbstmord : Parchimer tot im Wald gefunden

vom

Ein Großaufgebot von Polizei und Helfern war gestern im Einsatz, um einen vermissten 73-Jährigen in der Nähe von Severin zu finden. Jedoch kamen die Rettungskräfte zu spät. Der Mann konnte nur noch tot geborgen werden.

svz.de von
erstellt am 19.Jan.2012 | 07:24 Uhr

Severin | Ein Großaufgebot von Polizei und Helfern war auch gestern im Einsatz, um einen seit Mittwoch vermissten Parchimer in der Nähe von Severin zu finden. Gegen 13 Uhr wurde der Einsatz allerdings abgebrochen. Die Rettungskräfte kamen zu spät. Der vermisste Mann konnte nur noch tot geborgen werden.

Am Mittwoch gegen 12.30 Uhr läuft beim Parchimer Polizeihauptrevier eine Vermisstenanzeige auf. Die Tochter des 73-Jährigen sucht ihren Vater. "Die Frau hielt auch für möglich, dass ein Suizid nicht auszuschließen sei", so Polizeihauptkommissar Fred Küken. Daraufhin laufen die Vorermittlungen an. Als diese keine wesentlichen Erkenntnisse bringen, wird gegen 14 Uhr eine Großfahndung ausgelöst. Da die Tochter in Severin wohnt und nicht auszuschließen war, dass ihr Vater sich dort aufhält, wird die Suche auf diesen Ort konzentriert. Der Verdacht bestätigt sich, denn das Auto des Vermissten wird nahe der Severiner Kirche entdeckt und der Mann von Dorfbewohnern auch gesichtet.

28 Beamte des Parchimer Reviers und von der Bereitschaftspolizei sowie vier Personenspürhunde, darunter ein Fährtenhund, sowie der Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera kommen zum Einsatz. Rechts und links der Straße von Severin nach Schlieven wird auf je 500 Metern Breite das Gebiet gründlich abgesucht. Meter für Meter laufen die Beamten über Feld und Flur, bevor die Hunde scheinbar eine Spur aufnehmen können. Die fieberhafte Suche muss bei Einbruch der Dunkelheit ohne Erfolg abgebrochen werden. "Die Hunde waren am Ende ihrer Kräfte", so die Einsatzleitung.

Gestern Morgen gegen 9 Uhr beginnen 34 Beamte mit der erneuten Suche zwischen Severin und Schlieven. Diesmal sollen auch die Rettungshundestaffel Neubrandenburg sowie Spezialtaucher den Einsatz unterstützen. In dem Gebiet gibt es schließlich auch Wasserläufe. Lediglich der Polizeihubschrauber kann aufgrund des Hochnebels zunächst nicht starten. Gegen Mittag hebt der Helikopter ab und wird fündig. Die Besatzung entdeckt den Vermissten auf einem Feld nahe einem Wasserloch. Der hinzugerufene Notarzt kann allerdings nur noch den Tod feststellen. Wie befürchtet, handelt es sich vermutlich um einen Suizid. So endet die polizeiliche Suchaktion in diesem Fall leider tragisch.

"Jedes Leben ist es wert, gerettet zu werden. Da spielen Kosten und Aufwand keine Rolle. Schließlich ist ein Suizid ein Hilferuf. Die betroffenen Menschen brauchen unsere Hilfe ohne Wenn und Aber. Leider kam sie in diesem Fall zu spät", so Klaus Wiechmann von der Polizeiinspektion Ludwigslust.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen