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1000 Menschen nutzen die Lebensmittelspenden : Parchimer Tafel hat eine neue Adresse

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1000 Personen- das ist die Anzahl derer, die auf die Hilfe der Parchimer Tafel e. V. angewiesen sind. Um sie künftig besser mit Lebensmitteln zu versorgen, sind Ausgabestelle und Lager von nun an Auf dem Brook zu finden.

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erstellt am 07.Feb.2013 | 11:06 Uhr

Parchim | 1000 - das ist etwa die Anzahl derer, die in Parchim und dem Umland auf die Hilfe der Parchimer Tafel e. V. angewiesen sind. Um die Hilfebedürftigen künftig noch besser mit Lebensmitteln versorgen zu können, sind Ausgabestelle und Lager von nun an Auf dem Brook zu finden. In dem ehemaligen Edeka-Lager steht den Verantwortlichen nun neben einer Rampe zum Be- und Entladen des Transporters auch eine geräumige Kühlzelle zur Verfügung.

Die Firma Uwe Hansen und Olaf Hansen Immobilien-Besitzgesellschaft hatte den Betreibern der Tafel die neue Immobile als Ersatz zur alten angeboten. Zunächst wollten sie die notwendigen Renovierungsarbeiten im Alleingang bestreiten merkten aber schnell, dass professionelle Hilfe notwendig ist.

Die Parchimer Malermeister Christian Dahl und Hartwig Osten ließen sich nicht lange bitten - binnen einer Woche waren die Wände des Lagers geweißt und der Linoleum- und Teppichboden verlegt. "Bei einer so sinnvollen Sache, wie der Tafel, muss einfach geholfen werden", sagt Christian Dahl und Martin Doller, Vereinsvorsitzender der Parchimer Tafel, fügt hinzu: "Die beiden Malermeister haben uns ihre Arbeitskraft kostenlos zur Verfügung gestellt - das hilft einem gemeinnützigen Verein wie unserem sehr."

Sieben Helfer arbeiten derzeit in der Parchimer Tafel - darunter sechs Mitarbeiter in Arbeitsgelegenheit (ehemals Arbeitsbeschaffungsmaßnahme - ABM) und Eberhard Kotolinski, der seit acht Jahren zum festen Stamm gehört. "Ich bin durch eine ABM zur Tafel gekommen und durch einen glücklichen Zufall konnte ich hier fest angestellt werden", erzählt er. Kotolinski sei die gute Seele der Tafel, so Martin Doller. Ohne ihn hätte der Umzug sicher nicht so reibungslos ablaufen können.

Durch die zusätzliche Unterstützung zahlreicher Helfer war es sogar möglich bereits am 31. Januar die erste Lebensmittel-Ausgabe in Parchim durchzuführen, obwohl der Mietvertrag offiziell erst zum 1. Februar datiert ist. Auch die Befürchtungen, das Betreiben der Kühlzelle sei kostenintensiver, hat sich nicht bestätigen können. Eberhard Kotolinski überprüft den Verbrauch sehr gewissenhaft und stellte sogar eine Energieersparnis fest. "Früher haben wir ganze sieben Kühlschränke betreiben müssen, um die Lebensmittel frisch zu halten - so eine begehbare Kühlzelle macht die Arbeit wesentlich leichter", sagt er.

Mit dem neuen Transporter im vergangenen Jahr und dem Umzug in die neuen Lagerräume scheinen die größten Schwierigkeiten der Parchimer Tafel überwunden. Wunschlos glücklich könne er natürlich nur sein, wenn man die Tafel einstampfen könne - nämlich dann, wenn niemand mehr bedürftig sei, so Martin Doller.

Solange dies nicht passiert, sind helfende Hände immer gern gesehen, denn Ehrenamtler kann es in gemeinnützigen Vereinen nie genug geben. Auch die Lebensmittelhändler seien aufgerufen ihre Waren für die Hilfebedürftigen der Region zu spenden. "Denn", sagt Doller "die gespendeten Lebensmittel reichen nach wie vor nicht aus, um jeder Bedarfsgemeinschaft wöchentlich eine gepackte Tüte zur Verfügung zu stellen." 1000 Menschen in und um Parchim sind auf diese Hilfe angewiesen und es werden stetig mehr.

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