zur Navigation springen

Spezialfirma reinigt Sand : Parchimer Spielplätze gründlich durchgesiebt

vom

Die Abenteuerspielanlage am Burgdamm gehört zu den schönsten in Parchim. Damit das so bleibt, sind Heiko Fuchs und Oliver März mit ihrer Spezialmaschine angerückt. Sie säubern damit den Sand auf Spielanlagen.

svz.de von
erstellt am 29.Apr.2013 | 05:40 Uhr

Parchim | Die einer Ritterburg nachempfundene Abenteuerspielanlage am Burgdamm gehört zu den schönsten der Kreisstadt. Damit das auch so bleibt, sind Heiko Fuchs und sein Kollege Oliver März hier jetzt wieder einmal mit ihrer Spezialmaschine - einem Sandmaster - angerückt. Seit rund drei Jahrzehnten setzen die Mitarbeiter einer Fachfirma aus Kloster Lehnin ihr amtlich geprüftes, maschinelles Tiefenreinigungsverfahren ein, um den Sand auf Spielanlagen zuverlässig, nachhaltig und umweltschonend zu säubern. Zunächst wird mittels Förderband der Sand gegen ein senkrecht stehendes Steilsieb geworfen. Durch die Filtrationstechnik werden dort Verunreinigungen wie Tierexkremente, die sogar Parasiten enthalten können, Glasscherben, Zigarettenreste oder Laub ab einer Partikelgröße von fünf bis acht Millimetern nahezu vollständig ausgesondert.

Danach sammelt ein Auffangkorb die Verunreinigungen ein. Zurück bleibt sauberer Spielsand bis zu einer Tiefe von 40 Zentimetern. Nach etwa anderthalb Stunden haben die Experten ihre Arbeit auf dem Spielplatz am Burgdamm beendet. "Nun kann hier wieder gefahrlos gespielt werden", freuen sich beide. Pünktlich bis Start in den Wonnemonat Mai haben sie so den Sand vieler Spielanlagen Parchims einer gründlichen Frühlingskur unterzogen. "Die Sicherheit der Kinder hat Priorität", stellt Sven Weise als Sprecher der Stadt klar.

Nachdem die Stadt einmal in der Woche alle 32 Spielanlagen - dazu gehören neben den klassischen Spielplätzen beispielsweise auch Skateranlagen, der Verkehrsgarten und auch der Rodelberg in der Regimentsvorstadt - vom stadteigenen Spielplatzprüfer unter die Lupe nehmen lässt, folgt im zeitigen Frühjahr die Hauptuntersuchung der Spielanlagen durch den amtlichen TÜV-Prüfer. "Obwohl die abschließende Bewertung noch nicht vorliegt, war er auch in diesem Jahr mit unseren Anlagen durchaus zufrieden", freuen sich die Mitarbeiterinnen im zuständigen Fachamt der Stadt. Im Haushalt sind rund 10 000 Euro wie in den Vorjahren eingestellt worden, um rund 1800 Tonnen Sand auf einer Gesamtspielplatzfläche von nahezu 3800 Quadratmetern mit der Maschine oder per Hand zu reinigen. Ein Austausch des Spielsandes würde fast doppelt so viel kosten.

Leider gibt es trotz der intensiven Betreuung der städtischen Spielanlagen immer wieder Probleme. Erst vor wenigen Tagen hatten Spaziergänger am Spielplatz in den Wallanlagen eine illegale Müllentsorgung mit vielen Glasscherben entdeckt (wir berichteten). Hier mussten Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes sofort eingreifen, um spielende Kinder vor der Gefahr zu bewahren. "Auch Hundekot ist ein Dauerproblem. Längst nicht alle Tieralter achten darauf, dass die Sandkisten keine Hundetoilette sind. Dabei gibt es inzwischen überall Tütenspender für die ordnungsgemäße Kotentsorgung", beklagen die Mitarbeiterinnen im Grünamt.

Die Stadt Parchim will auch künftig ihren Ruf als kinderfreundliche Stadt verteidigen. "Kaputte Spielgeräte wie beispielsweise nahe der Feuerwehr in den Wallanlagen werden so schnell wie möglich ersetzt. Die Ersatzgeräte stehen schon bereit", so Karola Kimmen, die für Investitionen im Bereich der Spielplätze zuständig ist. Auch auf dem Schulhof der Grundschule West muss eine alte Kletteranlage abgebaut werden. Für den Ersatz wird so schnell wie möglich gesorgt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen