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Grüne Woche : Parchimer Land in Berlin präsent

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Aussteller mit neuen Produkten vertreten / Severiner Landpute beklagt geringes Besucherinteresse / Region wirbt um Touristen

Auch gestern herrschte reges Treiben auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Auf der kulinarischen Weltreise unter dem Funkturm schätzen die Besucher auch die Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern. Groß, geräumig und mit vielen Sitzmöglichkeiten präsentiert sich das Land und mittendrin sind Aussteller aus dem Parchimer Land zu finden.

Zu den Besuchern zählen viele Einheimische wie Dirk Rehberg aus Lübz oder Frank Prieß mit Familie aus Suckow. „Wir genießen die Messe und kosten gerne“, so Frank Prieß. Als Vorpommerin lädt Ehefrau Elke die Familie auf ein Schwarzbier aus Stralsund ein. Randolf Beck vom Lübzer Amtsturm sieht das ganz entspannt, „denn gerade die Vielfalt macht unser Land aus“, meint er. Er ist seit zehn Jahren für den Amtsturm dabei. „Nur für ein Bier kommt natürlich keiner nach Lübz. Darum müssen wir gemeinsam werben“, sagt Beck. An seinem Stand ist der Brüeler Helmut Schwertner anzutreffen. „Wir vermarkten zusammen Bier aus Lübz und das neue Jugend-Trendgetränk „c’mate“ von der Güstrower Schlossquelle. Das Getränk hat ein Azubi im Rahmen seiner Facharbeiterprüfung kreiert.

„Wo liegt denn Euer Rom“, fragt mancher am Stand von Dirk Meyn angesichts des Firmenschildes Gartenbaubetrieb Meyn–Rom. „Gefüllte und gestielte Primeln in den Pastellfarben sind in diesem Jahr besonders gefragt“, sagt der Gärtnermeister. „Die Grüne Woche gehört zu unserem Marketing“, betonen Rita und Ralf Schwanebeck, die u.a. die Draisinenbahn von Neu Damerow nach Barkow betreiben. Dem schließen sich Norbert Vormelker vom Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin und Andreas Scharfschwerdt von der Landkreisverwaltung an. Sie haben einen neuen Katalog parat, der auch den Rad- und Wassertourismus umfassend vorstellt.

Qualität steht bei der Severiner Landpute ganz oben. „Der diesjährige Messeauftritt steht unter keinem guten Stern. Unser Stand wird mitunter sogar gemieden “, beklagt Mitgeschäftsführer Frank Kremer. Berichte über antibiotikaresistente Keime verunsichern Verbraucher. „Wir haben leider nicht einmal die Möglichkeit, Fragen zu beantworten, weil unser Stand kaum besucht wird“, sagt Kremer. Dabei kann er auf eine Produktion verweisen, die von der Aufzucht der Tiere über das Futter bis zur Vermarktung transparent nachvollziehbar ist. Die Severiner bieten erstmals testweise einen veganen Brotaufstrich an, der aus Torfu mit Tomatenmark, Zwiebeln und Gewürzen besteht.

Diesmal nicht in Berlin dabei ist der Zwillingshof Rühe aus Severin. Die Züchter hatten im Vorjahr bei der Robustrinderschau einen Klassensieg in der Kategorie Kühe mit Kalb errungen.

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