Millionen investiert : Parchimer Krankenhaus stockt auf

Planer Reiner Schild (l.) und der Technische Leiter der Asklepios Klinik Andreas Kühnert vor dem Gebäudeteil, der jetzt um ein Geschoss aufgestockt wird.
Planer Reiner Schild (l.) und der Technische Leiter der Asklepios Klinik Andreas Kühnert vor dem Gebäudeteil, der jetzt um ein Geschoss aufgestockt wird.

Asklepios Klinik errichtet Mutter-Kind-Zentrum / Geriatrische Abteilung entsteht im Gartengeschoss

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15. April 2015, 17:12 Uhr

Auf der Klinik-Baustelle in der John-Brinckman-Straße von Parchim steht noch vor dem Wochenende eine besondere Aktion an: Voraussichtlich morgen Vormittag wird die Kältemaschine vom Dach des so genannten Bauteils D genommen und provisorisch an einen anderen Standort verlegt. Bereits heute wird der für diese Prozedur extra  angeforderte 80-Tonnen-Kran in Position gebracht.

Die Parchimer Asklepios Klinik stockt nämlich seit Anfang März diesen Gebäudeteil  sowie den direkten Verbinder zum Rundbau um ein Geschoss weiter auf. Damit einher geht selbstverständlich auch die Erhöhung des Fahrstuhles.  Das Krankenhaus am Wockersee investiert mit Fördermitteln vom Land in Höhe von zwei Millionen Euro in die Schaffung eines Mutter-Kind-Zentrums. Anliegen sei es, die Gynäkologie und Geburtshilfe, Hebammen und die Pädiatrie auf einer Ebene zu konzentrieren und damit  Wege kürzer sowie effizienter zu gestalten, so Klinik-Geschäftsführr Alexander M. Gross.  Im so genannten Gartengeschoss,  also zu ebener Erde, und mit Blick auf den Wockersee findet künftig die Geriatrische Abteilung (20 Betten) optimale Bedingungen. Die neue, an der Asklepios Klinik zum Oktober vergangenen Jahres geschaffene und bereits sehr gut ausgelastete Fachabteilung für hochbetagte Patienten (SVZ berichtete) ist derzeit noch auf der Internistischen Station untergebracht.

Wenn alles wie geplant läuft, kann die Kinderklinik schon zum Jahreswechsel in ihre neuen Räumlichkeiten verlegt werden. Im Anschluss daran soll dann der Umbau im so genannten Bestandsbereich erfolgen, schildert der  Klinik-Geschäftsführer die Zeitschiene.

Planer betreute bereits Klinikbau vor 10 JahrenVor allem aus statischer Sicht sei das Bauprojekt sehr aufwändig, sagt der verantwortliche Planer Reiner Schild von der Bauprojekt GmbH Gröbzig mit Sitz in Köthen: So müssten zum Beispiel Anker gebohrt werden, damit die neuen Wände aus Stahlbeton eine feste Verbindung zum Untergeschoss eingehen.

Für den Diplomingenieur, der derzeit auch einen Krankenhausumbau  für die Asklepios-Gruppe in Goslar betreut,  ist die  Klinik in der Eldestadt ein bekannter „Fall“: Er betreute bereits die vor ca. zehn  Jahren zu Ende gegangenen umfangreichen Umbau- und Neubaumaßnahmen im Krankenhaus am Wockersee.

Die Gesamtinvestitionssumme für das aktuelle Vorhaben beträgt um die 2,75 Millionen Euro.  Wie schon damals erfolgen die Bauarbeiten bei laufendem  Betrieb, was natürlich  Patienten und Klinikmitarbeitern gleichermaßen an so manchem Tag viel Verständnis abfordert, bis hin zu der Tatsache, dass in diesen Monaten auch weniger Parkmöglichkeiten am Haus zur Verfügung stehen.

 Auf der Baustelle geben sich in den nächsten Wochen vor allem Handwerker aus der Region die Klinke in die Hand: Den Rohbau errichtet die Firma Josl, das Dach macht Weko Bau, die Elektrik eine Fachfirma aus Meyenburg und die Ausstattung mit Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik übernimmt die Parchimer Firma Jochmann.

Unabhängig von diesem Bauprojekt steht die Asklepios Klinik in diesem Frühjahr mit der Einrichtung einer eigenständigen Kardiologischen Abteilung noch vor einer weiteren großen Herausforderung: Bis Ende Mai soll die Einrichtung des Herzkatheterlabors abgeschlossen sein, war vom Technischen Leiter der Klinik, Andreas Kühnert zu erfahren.

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