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Rekord auf dem (Schlitt)-Schuhmarkt : Parchimer Eisträume schmelzen dahin

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

11. Schlittschuhsaison geht mit Besucherrekord zu Ende / Schulklassen nutzten Gratisangebot / Neuauflage bereits fest eingeplant

Erst als gestern Morgen die Techniker der Parchimer Stadtwerke anrückten, um den Abbau der mobilen Eisbahn vorzubereiten, konnten es die großen und kleinen Schlittschuhfans richtig glauben: Die 11. Eiszeit ist nach sechs Wochen definitiv Geschichte. Auch am Wochenende hatten die Wintersportfans noch einmal die zweitägige Verlängerung bis zur letzten Minute genutzt, um mit ihren Kufen über das künstlich erzeugte Eis zu gleiten. Am Ende wurde mit 20 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr sogar ein neuer Rekord erreicht. „Wir sind sehr zufrieden und freuen uns schon auf eine Neuauflage dieses Events, dass die Innenstadt in der dunklen Jahreszeit sichtlich belebt“, sagt Stadtwerkegeschäftsführer Dirk Kempke.

Die jüngste Eissportsaison war für viele offenbar besonders reizvoll, weil das Wetter diesmal so gar nicht winterlich ausgefallen ist. Da hat es sich wieder einmal ausgezahlt, dass sich die Parchimer mit der weltweit agierenden Spezialfirma „Ice Business“ einen Partner ins Boot geholt haben, der das technisch anspruchsvolle Projekt ziemlich wetterunabhängig in die Tat umsetzt. Die patentierte Technologie, bei der faltbare Aluminiumsegel und umweltfreundliches Polypropylenglykol als Kühlmittel zum Einsatz kommen, garantiert dennoch einen vertretbaren Energieeinsatz. „Der komplette Stromverbrauch der Alu-Eisbahn wird mit Kohlendioxid neutraler, ,grüner Energie’ von unseren Windkraftanlagen kompensiert“, verspricht das Unternehmen und gibt gleichzeitig eine hundertprozentige Eisgarantie bis zu Temperaturen von 25 Grad Celsius. Den Beweis tritt „Ice Business“ in Amerika, Russland, der Türkei, in Abu Dhabi und sogar in Thailand an. Ganz so warm war es in Parchim mit überwiegend Temperaturen über dem Gefrierpunkt dann doch nicht. Eins steht aber fest, ohne die mobile Eisbahn wären die Schlittschuh bis heute ungenutzt im Regal geblieben.

In Erinnerung bleiben wird diesmal, dass erstmals eine kleine Meisterschaft für Firmenteams im Eisstockschießen stattfand. Die Premiere ist durchaus gelungen und am Ende nahm den Siegerpreis – ein 1500 KW/h-Strompaket – das Team vom Kino „Movie Star“ mit nach Hause. Eine Neuauflage unter dem Motto „Schrubben, Schieben und Staunen“ ist bereits eingeplant. „Das werden wir weiter ausbauen. Es liegen bereits neue Anmeldungen für 2014 vor“, so Dirk Kempke, der sich bei Rikardo Wahl für die Organisation des Wettbewerbes und die Versorgung der Eisbahngäste herzlich bedankt.

Auf großes Interesse ist auch diesmal das Angebot der Stadtwerke gestoßen, dass Kinder- und Jugendgruppen die Eisbahn in den Vormittagsstunden gratis nutzen konnten. So manche Schule hat daraufhin den Sportunterricht auf den (Schlitt)-Schuhmarkt verlegt. Die Kinder- und Jugendlichen gleiten inzwischen routiniert übers Eis. Und, was auch den Eltern besonders wichtig sein dürfte, Schlittschuhlaufen auf der Kunsteisbahn ist ein ziemlich sicherer Winterspaß.

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erstellt am 06.Jan.2014 | 13:24 Uhr

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