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Hilfsaktion : Parchimer bereit für Nepaleinsatz

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Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Dr. Rüdiger Wenzel engagiert sich auf dem Dach der Welt. Ein von Parchimern unterstütztes Hospital ist nach dem Erdbeben intakt.

von
erstellt am 02.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Seit Jahren engagiert sich der ärztliche  Direktor der Asklepios Klinik Dr. Rüdiger Wenzel  in Nepal. Einmal im Jahr lässt  sich der Chefarzt der Asklepios Klinik Parchim für die ehrenamtliche Arbeit im privaten Hilfsverein Nepalmed  unbezahlt freistellen.  Im Amppipal Hospital sind bei den furchtbaren Erdbeben vom 25. April keine größeren Schäden entstanden, die umliegenden Dörfer sind allerdings stark in Mitleidenschaft gezogen. Dr. Rüdiger Wenzel: „Wir rechnen mit vielen betroffenen Patienten in den nächsten Tagen.“

Der Parchimer Arzt unterstützt einen Spendenaufruf von Nepalmed e. V.  „für die Erdbebenopfer in Nepal nach dem schweren Beben in diesem bettelarmen Land.“ Dr. Rüdiger Wenzel: „Mir ist klar, dass sich viele Organisationen oder Privatpersonen mit ähnlicher Bitte an die Menschen wenden. Bis auf das komplett zerstörte Sankhu-Hospital im Kathmandu-Tal sind alle Hospitäler in Nepal, die von uns unterstützt werden , weitestgehend intakt. Auch das Ammpipal Community Hospital, das im Epizentrum des Bebens gelegen hat und in dem ich regelmäßig arbeite. Dafür sind die Ortschaften in der Region mit über 300 000 Menschen fast komplett ausgelöscht. Neben der medizinischen Hilfe wollen wir uns aktiv am Wiederaufbau der Region Gorkha beteiligen, da in er Peripherie erfahrungsgemäß keine Hilfe ankommt.“

Dr. Wenzel  wartet täglich auf seinen Einsatz in Nepal: „Die Grenzen sind für Hilfsorganisationen wie der unseren im Moment noch geschlossen, da die Bevölkerung weder mit Trinkwasser noch Lebensmitteln oder Unterkunft versorgt werden kann, geschweige denn die vielen Helfer, die kommen würde.“

In einem Land wie Nepal seien die Auswirkungen einer solchen Naturkatastrophe wesentlich schlimmer als bei uns. In der Hauptstadt Kathmandu ist die Lage verheerend. Die Menschen halten sich im Freien auf, schlafen in Autos um sich keiner Gefahr in eventuellen Nachbeben auszusetzen. Überall liegen Verletzte unter freiem Himmel, die Krankenhäuser sind überfüllt. Internationale Hilfstransporte aus mehreren Ländern sind unterwegs mit Geldern, Spezialisten und Material. Haupteinsatzort ist das Tal von Kathmandu. Daher konzentriert sich Nepalmed auf die Region Amppipal. Der Flughafen ist nur noch für Hilfstransporte geöffnet.

Nepalmed e.V. mit Sitz in Grimma unterstützt Fonds zur Finanzierung der medizinischen Behandlung der Ärmsten in Nepal, die regelmäßige medizinische und zahnmedizinische Versorgung der Bevölkerung im Gorkha-District und hilft bei der Beschaffung und Wartung von Instrumenten für nepalische Krankenhäuser. In einem Land, in dem nur etwa 10 Prozent der Bevölkerung überhaupt Zugang zu medizinischer Hilfe haben, ist jede Anstrengung nötig, die die Zustände lindern hilft. Nepalmed entsendet erfahrene Ärzte und Zahnärzte, die das einheimische Personal ausbilden und Patienten behandeln.

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