Grüne Woche : Parchim wirbt auf der Weltbühne

Das druckfrische Gastgeberverzeichnis können Besucher der Grünen Woche gleich mitnehmen. Fotos: Wolfried Pätzold
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Das druckfrische Gastgeberverzeichnis können Besucher der Grünen Woche gleich mitnehmen. Fotos: Wolfried Pätzold

Räuber Vieting und Stadtinfo in Berlin präsent. Druckfrisches Gastgeberverzeichnis mit dabei. Gute Argumente für Tagestourismus

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13. Januar 2016, 14:51 Uhr

Darauf freut sich Cornelia Przybylak, langjährige Chefin der Stadtinformation, schon sehr: Ab dem  22. Januar wird sie für drei Tage als Botschafterin der Stadt auf der Grünen Woche in Berlin präsent sein. „Ich kann mich noch gut daran erinnern, als wir Mitte der 1990er Jahre zum ersten Mal auf der größten Messe für Nahrungsgüter der Welt für unsere Stadt geworben haben. Nachdem man in den Jahren zuvor schon viel über die Internationale Grüne Woche gehört hatte, war das persönliche Erleben etwas Besonderes“, erinnert sich Cornelia Przybylak noch  gut. Inzwischen hat sich die Weltmesse für Landwirtschaft und Ernährungsgüter gewandelt. Das Messeerlebnis bekam durch touristische Angebote einen neuen Impuls.  Parchim  hat frühzeitig erkannt, dass die Grüne Woche eine einzigartige Chance bietet, dem Publikum, das aus ganz Deutschland und darüber hinaus in Scharen anreist, einen Besuch in der mecklenburgischen Kleinstadt schmackhaft zu machen.

Als das Angebot des Tourismusverbandes, auf der 81. Grünen Messe als Stadtinfo mit dabei zu sein, unterbreitet wurde, musste Bürgermeister Dirk Flörke nicht lange überlegen. „Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, Parchim bekannter zu machen und das Stadtmarketing zu beleben.  Tourismus ist eine wichtige  Möglichkeit“, meint der Verwaltungschef.  Cornelia Przybylak nutzt die verbleibenden Tage, um sich gut vorzubereiten. Und die Fachfrau reist nicht mit leeren Händen in die Bundeshauptstadt. „Mitnehmen werde ich unser druckfrisches Gastgeberverzeichnis. Neben Informationen über Geschichte und Gegenwart der Kreisstadt bekommen Gäste einen detaillierten Überblick zu Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen“, sagt Cornelia Przybylak. Diese bewährte Publikation kommt in diesem Jahr mit einem neuen Erscheinungsbild und größerem Format daher. „Wir haben den Vorschlag vor allem von älteren Gästen aufgegriffen und auch die Schrift deutlich vergrößert. Das sind Kleinigkeiten, die mitunter eine große Wirkung haben“, meint sie. Das Gastgeberverzeichnis ist ein Spiegelbild für die Entwicklung des Tourismus in   der Kleinstadt. Die privaten Gastgeber bemühen sich ständig, ihre Angebote und die Ausstattung den Erwartungen anzupassen. „Die Qualität von Urlaubsofferten entscheidet über den Erfolg. Daran muss ständig weiter gearbeitet werden“, so die Stadtinfochefin. Neben aktuellen Flyern in deutscher und englischer Sprache nimmt sie auch Räuber Vieting als Souvenir und  Sticker mit Stadtmotiven mit auf die Messe. Schon zum Auftakt am kommenden Wochenende wird der beliebte Räuber leibhaftig zwischen den Ausstellern in der Mecklenburghalle, darunter zehn Firmen aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, pendeln.

„Parchim ist für einige Messebesucher längst ein Begriff“, freut sich Cornelia Przybylak. Ganz zielgerichtet  kämen regelmäßig Gäste auf sie zu, die sich nach Neuem erkundigen. „Nachdem Parchim vor einigen Jahren in die Familie der internationalen Backsteingotik aufgenommen wurde, steigt die Zahl von Besuchern, die zielgerichtet auf ihrer Tour zur Ostseeküste, der Mecklenburgischen Seenplatte oder Brandenburg auch Parchim einen Tagesbesuch abstatten wollen. Da kommt es gut an, wenn  wir ihnen im persönlichen Gespräch Möglichkeiten für einen erlebnisreichen Kurzurlaub unterbreiten können“, sagt Cornelia Przybylak. Stark im  Aufwind sind der Wassertourismus, die Caravanfreunde und die Pedalritter. Bislang stagniert die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beim Parchimer Stadttourismus bei rund 2,6 Tagen. „Wenn Wochen nach dem Messebesuch Gäste in unsere Stadtinfo kommen und berichten, dass sie auf der Grünen Woche  neugierig geworden sind, hat sich der Aufwand gelohnt“.

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