Parchim : Parchim möchte Fahrradstadt sein

Entspannt mit dem Fahrrad zum Stadtbummel ankommen: Parchim soll noch fahrradfreundlicher werden.
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Entspannt mit dem Fahrrad zum Stadtbummel ankommen: Parchim soll noch fahrradfreundlicher werden.

Parchimer gründen Initiative „Schöner radeln – Mehr Fahrradfreundlichkeit in der Region“. Offene Konferenz für April geplant

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11. März 2016, 05:00 Uhr

Sie haben Visionen. In einem Jahr könnte die Parchimer Region eine der fahrradfreundlichsten landesweit sein. Eine Gruppe leidenschaftlicher Radfahrer und Kommunalpolitiker hat sich jetzt zusammengefunden, um das Thema weiter voranzubringen. Motto: „Schöner radeln – Mehr Fahrradfreundlichkeit in der Region“.

Was geht, hatte Parchim im vergangenen Jahr bei der Premiere der historischen Fahrrad-Kultur-Tour Velo Classico gezeigt. Die Stadt, Bürger und Geschäftsleute, hatte Radfahrern aus dem gesamten Bundesgebiet eine exzellente Visitenkarte abgegeben. „Parchim hat Charme und die Strecke ist schön“, sagte Carsten Reus, einer der Teilnehmer des Rad-Rundrennens im September. Auch SPD-Kreistagsmitglied Christian Brade radelte die Tour mit: „Wir sind oft mit dem Rad unterwegs in der Region. Dabei merke ich, es gibt noch Potenzial für Verbesserungen.“ Brade hatte sich schon vor Jahren für den Radweg-Lückenschluss um den Plauer See stark gemacht.

Eine Gruppe Parchimer hat diese Verbesserungen jetzt gesammelt. Anja Pinnau, Wolfgang von Rechenberg, Christian Brade, Jürgen Gärtner, Birger Nickel, Bernd Rolly und Horst Serwitzki bereiten eine so genannte Open-Space-Veranstaltung für Sonnabend, den 2. April bei den Lewitz-Werkstätten vor (10 Uhr). Dabei handelt es sich um eine Gruppenkonferenz, die einzelne Themenzirkel bildet und am Ende zu Vorschlägen kommt.

Die Wünsche der Parchimer Fahrradfreunde stehen jetzt schon im Raum. Besonders für Kinder wünscht sich Anja Pinnau sichere Radwege, damit die Kleinen sich ohne Sorgen der Eltern auf den Weg zur Schule machen können. Ex-Bürgermeister Bernd Rolly schlägt mehr Asphaltspuren in der Altstadt vor. Auch könnte die gesamte Altstadt Tempo-30-Zone mit der Vorfahrtregel rechts vor links werden. Weitere Begrenzungsstriche für Fahrradzonen auf den Fahrbahnen würden die Stadt fahrradfreundlicher machen.

„Mehr Radwege rund um Parchim mit ansprechender Ausschilderung und Hinweisen auf touristische Sehenswürdigkeiten wären ein Plus nicht nur für Touristen“, sagt Christian Brade. Fahrradtouren-Vorschläge rund um Parchim per Karte oder App für das Smartphone könnten das Tourennetz ergänzen.

In Zeiten von Elektro-Fahrrädern sieht Fachhändler Birger Nickel Ladestationen für die Akkus unterwegs als wichtigen Service. Radfahrerfreundliche Übernachtungsangebote könnten den Tourismus ankurbeln. Fernwege wie der Elbe-Müritz-Radweg bieten das Potenzial, Touristen in die Stadt zu locken und die Verweildauer zu erhöhen, flankiert von radfahrerfreundlichen Übernachtungsangeboten.

„Mit der Open-Space-Veranstaltung wollen wir weitere Ideen bündeln und die Machbarkeit konkret benennen“, sagt Christian Brade. Auch die Stadt hat das Thema auf der Agenda. Bürgermeister Dirk Flörke: „Der Ausbau der Radwege bleibt im Fokus.“

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