Flohmarkt : „Parchim ist schwanger“

Einer der größten Kinderbedarfs-Flohmärkte in Westmecklenburg füllt mühelos Parchims Stadthalle. Fotos: Horst Kamke
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Einer der größten Kinderbedarfs-Flohmärkte in Westmecklenburg füllt mühelos Parchims Stadthalle. Fotos: Horst Kamke

„Pütter Mütter“ organisierten 13. Flohmarkt für Kindersachen / Zwei Stunden vor Öffnung lange Warteschlangen vor der Stadthalle

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02. März 2015, 11:55 Uhr

Der 13. Flohmarkt der Pütter Mütter am Sonnabend in der Parchimer Stadthalle brach mal wieder sämtliche Rekorde der Vorjahre: Innerhalb von zwei Stunden waren die Nummern für die 150 Anbieterinnen vergeben. „Parchim ist schwanger“, zeigte sich Daniela Sehlandt von den Pütter Müttern überrascht.

Unter den Anbietern war mit der 8 a auch eine Klasse der Goethe-Schule, die mit dem Verkaufserlös ihre Klassenkasse aufbesserte. Bereits am Vorabend waren die Kindersachen in den Größen von 50 bis 188 gleich kartonweise kommissarisch abgeliefert worden. „Wir mussten die Menge auf maximal acht Umzugskartons begrenzen.“

Das waren noch Zeiten, als Eltern in der Parchimer Kindertagesstätte „Spatzennest“ damals ihren ersten Flohmarkt organisierten. Seitdem hat die Größenordnung von Jahr zu Jahr zugenommen. Seine derzeitige Heimstatt fand er in der Parchimer Stadthalle, „die wir am liebsten aufstocken würden, sagte Daniela Sehlandt. „Wir sind am Rande der Kapazität.“

Rund 30 Helferinnen sorgten unter anderem dafür, dass die angelieferte Kinderbekleidung nach Größen und Sachbereichen geordnet übersichtlich präsentiert wurde. Die Orientierung fiel entsprechend leicht. Der Schwerpunkt lag auf Sommerkleidung, Ausstattung für Erstgeborene und Spielzeug. Relativ flott ging auch die Abrechnung vonstatten, denn am Ausgang warteten fünf Kassenteams. Sogar eine Schnellkasse für Schwangere und Käuferinnen mit weniger als zehn Teilen war eingerichtet worden. Der Einlass wurde reglementiert, sodass nie mehr als 200 Kundinnen in der Stadthalle waren.

Die ersten hatten bereits mehr als zwei Stunden vor der offiziellen Öffnung der Hallentüren lange Warteschlangen gebildet. Schwangere wurden bevorzugt eingelassen. Danach ging es bis etwa 12 Uhr nur gruppenweise in die Verkaufsräume, „um nicht den Überblick zu verlieren“. Sämtliche Kindersachen waren von ihren Anbieterinnen mit einer Nummer, der Größe und einer Preisvorstellung gekennzeichnet worden. So konnte die Auszahlung und vor allem die Rückgabe nicht verkaufter Stücke noch am Samstagabend fehlerfrei organisiert werden. „Vor- und Nachbereitung machen uns die meiste Arbeit.“ Ohne Sponsoren, so Daniela Sehlandt, seien die Pütter Mütter aufgeschmissen. Zu loben sei auch die Stadt, die ihre Halle unentgeltlich zur Verfügung gestellt und zudem personelle Unterstützung geleistet habe. „Dafür und für die Unterstützung unserer Helferschar sind wir äußerst dankbar.“

Franziska Bohlmann hatte den Besuchstermin in ihrer Heimatstadt extra so gelegt, dass sie beim Flohmarkt Sachen für ihr zweites Kind kaufen konnte, das sie im Juli erwartet. Die Chemielaborantin lebt seit sechs Jahren in Norwegen. René und Anika waren mit ihrem einjährigen Sohn Milan eigens aus Ludwigslust in die Stadthalle gekommen, um sich mit Kinderkleidung einzudecken. „Der Kleine wächst rasend schnell aus seinen Sachen heraus.“ Daniela war froh über die Baby-Badewanne, die sie für ihr erstes Kind ergattern konnte.

Der nächste Flohmarkt der „Pütter Mütter“ findet am 17. Oktober statt, ebenfalls von 10 bis 15 Uhr in der Parchimer Stadthalle. Anmeldungen sind ab 28. September telefonisch unter der Rufnummer 0174 / 10 86 579 möglich. Aus dem Erlös des Flohmarkts finanzieren die Pütter Mütter beispielsweise die Weihnachtsfeier, zu der alle Kinder aus Parchim und Umgebung auf die Eisbahn eingeladen waren. Fest steht, dass die Paulo-Freire-Schule einen Zuschuss für ihre einwöchige Klassenwanderung um den Plauer See bekommt. 

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