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Sanierungskonzept zugestimmt : Parchim hält zum Theater

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Parchims Stadtvertreter stellten sich einmal mehr hinter das Mecklenburgische Landestheater: Auf ihrer Sitzung am Mittwoch gab es breite Zustimmung zum Sanierungskonzept des Theaterzweckverbandes.

svz.de von
erstellt am 23.Jun.2011 | 06:23 Uhr

Parchim | Wer A sagt muss auch B sagen. Das taten Parchims Stadtvertreter in dieser Woche und stellten sich einmal mehr hinter das Mecklenburgische Landestheater: Auf ihrer Sitzung am Mittwoch gab es breite Zustimmung zum Sanierungskonzept des Theaterzweckverbandes: Das arg vom Zahn der Zeit gebeutelte Gebäude in der Blutstraße muss dringendst aufpoliert werden, um einen dauerhaften Spielbetrieb zu sichern. Es soll im nächsten bzw. übernächsten Jahr in eine zeitgemäße Spielstätte umgekrempelt werden. Die Gesamtinvestitionen werden derzeit mit sieben Millionen Euro beziffert. Die Stadt ist bereit, sich mit einem 30prozentigen Anteil in die Pflicht nehmen zu lassen, während der Landkreis 70 Prozent der Kosten tragen soll. Durch gezielte Einwerbung von Fördermitteln soll die Kostenlast für beide Seiten reduziert werden. Eine Neubauvariante am gleichen Standort scheidet offenbar schon wegen der zu erwartenden aufwändigen Gründungsarbeiten aus.

Ohne Wenn und Aber stellte sich CDU-Stadtvertreter Hans-Joachim Lübcke mit einem klaren "Ja" hinter das Sanierungskonzept. Dr. Fritz-Detlev Witte von der SPD-Fraktion hob hervor, "dass wir der Zukunftsfähigkeit unserer Region verpflichtet sind." Sehr wohl sei ihm die besondere Konstellation dieser Stadtvertretersitzung bewusst: Nur wenige Tagesordnungspunkte zuvor passierte ein bis 2014 ausgelegtes Haushaltssicherungskonzept einstimmig das Parlament (SVZ berichtet noch ausführlich), in dem keine Einsparmöglichkeit ausgelassen wurde. Witte: "Es entsteht kein Prunk-, kein Prestigebau, sondern ein den Mindestanforderungen genügendes Theatergebäude für die Kultur und Bildung." Mit dem gleichen Tenor argumentierte auch SPD-Fraktionsvorsitzender Eckhard Büsch. Er erinnerte an den zähen Kampf um den Erhalt des Theaterstandortes Parchim mit einem eigenständigen Ensemble: "Das dürfen wir nicht mit einem baufälligen Gebäude aufs Spiel setzen." Sein Parteikollege Christoph Maaß konnte da zwar grundsätzlich mitgehen, meldete aber Zweifel an den ermittelten Kosten an: "Ich teile nicht den Optimismus, dass wir mit sieben Millionen Euro hinkommen", gab er zu bedenken. Ähnlich äußerte sich Elke-Luise Skiba, Fraktionsvorsitzende der Linken.

Am gestrigen Abend hatte auch der Kreistag über das Sanierungskonzept zu beschließen. SVZ berichtet in der morgigen Ausgabe über den Ausgang der Abstimmung in diesem Gremium.

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