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Pütter Mütter : Parchim: Große Stöbermeile ist ihr Baby

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Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Alles rund ums Kind: Am 25. März veranstalten die Pütter Mütter zum 17. Mal einen Flohmarkt in Parchim. Erlös fließt in soziale Projekte.

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erstellt am 07.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Ihr eigener Nachwuchs ist inzwischen den Kinderschuhen entwachsen. Doch die Flohmärkte bleiben weiterhin ihr gemeinsames Baby. Am 25. März verwandeln die Pütter Mütter zum 17. Mal die Parchimer Stadthalle in eine riesige Stöbermeile. Fünf Stunden am Stück haben (werdende) Eltern, Großeltern und andere Besucher wieder die Möglichkeit, nach schicken Kindersachen aus zweiter Hand für warme Frühlings- und heiße Sommertage Ausschau zu halten oder so kurz vor dem Fest im Auftrag des Osterhasen das ein oder andere Spielzeug zu erstehen.

Die Pütter Mütter – das sind Jana Märtz, Petra Schulz, Mireille Kuhnert, Morhena Dreger, Ariane Saß, Andrea Große und Katrin Sommer. Fünf von ihnen waren schon am 10. Januar 2009 als Geburtshelfer mit von der Partie, um dem Verein auf die Welt zu verhelfen. Nur wenige Wochen später feierten die Pütter Mütter Flohmarkt-Premiere in der Stadthalle.

Seitdem findet er in zuverlässiger Regelmäßigkeit zweimal im Zeitraum von 12 Monaten statt. In all den Jahren haben es die Pütter Mütter hinbekommen, am Flohmarkt-Tag vollzählig versammelt auf der Matte zu stehen. „Das Private wird für diese Zeit einfach nach hinten geschoben“, meint Jana Märtz mit einem Augenzwinkern. Dass die Stöbermeilen in einem so großen Umfang aufgezogen werden können, ist natürlich nur möglich, weil der von der Mitgliederzahl her kleine Verein ein gewaltiges Netzwerk um sich versammeln konnte: Wenn die Pütter Mütter am Donnerstag vor dem Flohmarkt mit dem Aufbau beginnen, hat das stets zuvorkommende Stadthallenteam als Willkommensgeste längst den kompletten Tischvorrat bereit gestellt. Immer wieder auf dem kurzen Weg anfragen dürfen die Pütter Mütter bei der DBL Textil-Service Mecklenburg GmbH, in Suhnes Kradshop, bei den Stadtwerken, der VR-Bank, der Klockow GmbH, bei Archim Hecht aus Stolpe, beim MC Mecklenburgring und im Club am Südring. So werden zum Beispiel zusätzlich zu den „Stadthallentischen“ noch ca. 50 Bierzeltgarnituren benötigt, die natürlich genauso wie die Unmengen an Kleiderständer herantransportiert werden müssen.


50 bis 60 freiwillige Helfer am Start


Zusammen genommen etwa 50 bis 60 freiwillige Helfer tragen jedes Mal dazu bei, dass die Aktion Flohmarkt wie am Schnürchen läuft. Die ersten trudeln schon am Freitagmorgen ein, um bei der Annahme der Sachen mit anzupacken. Andere wuseln am Sonnabend noch Stunden nach Flohmarktende umher, um z. B. die nicht verkaufte Ware in die Kartons zurück zu sortieren und für die Rückgabe an die Starter vorzubereiten. Wenn dann so gegen 22 Uhr das Licht in der Stadthalle ausgeknipst wird, ist von dem ganzen fröhlichen Chaos keine einzige Spur mehr übrig - nicht einmal mehr ein versteckt unter dem Tisch liegendes einzelnes Schleifchen, das sich von einer Mütze gelöst haben könnte.

Flohmarktmüdigkeit? Davon kann bei den Pütter Müttern, von denen die erste seit eineinhalb Jahren sogar schon stolze Großmutter ist, wahrlich keine Rede sein. „Wir sind ein eingeschworenes Team und bekommen großartige Unterstützung von unseren Familien“, verraten die sieben Parchimerinnen stolz. So ist es wahrlich keine Seltenheit, dass mittlerweile Angehörige aus gleich drei Generationen mit Freude für den Flohmarkt im Einsatz sind. „Es macht uns allen viel Spaß. Zu sehen, wie wichtig den Besuchern diese Einkaufsmöglichkeit ist, ist unsere Motivation. Viele sparen regelrecht auf diesen Tag hin und nehmen weite Anfahrtswege auf sich“, weiß Petra Schulz aus vielen Gesprächen. Mit ihrem Engagement wollen die Pütter Mütter aber nicht „nur“ Familienbudgets entlasten helfen. Angetreten ist der Verein vor allem mit dem Anspruch, die Erlöse aus den Startergebühren und Spenden guten Zwecken im Kinder- und Jugendbereich zukommen zu lassen.


Eiszeit und Gutscheine fürs Kino spendiert


So konnten die Pütter Mütter auch im vergangenen Jahr wieder Projektfahrten von Schulklassen oder das Engagement der Kita „Arche Noah“ im Bereich der Naturpädagogik fördern. Im Dezember spendierte der Verein Parchimer Kindern erneut eine kostenlose Eiszeit auf dem Schlittschuhmarkt und ein Getränk. Etwa 100 Jungen und Mädchen konnten zudem eine liebevoll verpackte und vom Weihnachtsmann persönlich überreichte Süßigkeit sowie einen Kinogutschein im Wert von 5 Euro mit nach Hause nehmen. In den kommenden Monaten zeigen die Pütter Mütter u. a. Flagge auf dem Stadtfest, bei der gemeinsamen Kindertagsfeier am 1. Juni am Haus der Jugend sowie auf dem Südstadtsommerfest am ersten Juliwochenende.

 

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