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Feuerwehren in Spornitz : Packender Wettstreit unter Flutlicht

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

8. Wettkampf der Feuerwehren in Spornitz entwickelt sich zum Volksfest. Mehr als Tausend Kameraden diesmal mit dabei

von
erstellt am 28.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Eigentlich kicken auf dem Rasenplatz mit Flutlichtanlage die Fußballer des SV Spornitz/Dütschow. Doch am Freitagabend beherrschten andere sportliche Aktivitäten die Szenerie. Die örtliche Freiwillige Feuerwehr hatte zum 8. Flutlichtpokal eingeladen und weit über Tausend Kameraden und Freunde waren hier bis spät in der Nacht im Wettkampffieber. Dabei handelt es sich um eine abgewandelte Variante des bekannten „Löschangriff nass“, der bei vielen offiziellen Ausscheiden auf Amts-, Kreis-, Landes- und Bundesebene sowie bei internationalen Wettkämpfen ausgetragen wird.

Schon beim Betreten des Platzes schlugen den Teilnehmern und Gästen Geräusche und Gerüche entgegen. Statt Trillerpfeifen und Traineranweisungen, ertönten lautstarke Motoren und Benzingeruch mischte sich mit Bratwurstgrillduft. Unter mehreren Zelten haben sich die Teams niedergelassen und schraubten noch an ihren Tragkraftspritzen aus alten Zeiten. „Als Tragkraftspritze (TS) ist die TS 8/8 aus DDR-Zeiten zu verwenden“, erklärt der Gemeindewehrführer von Spornitz Ronny Mathes-Languth. Allerdings haben die Teams die Möglichkeit, daran einige technische Veränderungen vorzunehmen und damit die Leistungsparameter zu erhöhen. Während früher die Originalversion der TS 20,6 kW brachte und pro Minute 800 Liter Löschwasser pumpte, haben versierte Experten
die Maschinen nun auf Höchstleistung getrimmt. Was und wie sie diese Leistungserhöhung erreichen, bleibt meist das Geheimnis jeder Mannschaft. „Im Mittelpunkt steht der Spaß“, betont der Gemeindewehrführer.

In den drei Wertungsgruppen starteten insgesamt 60 Teams. „Mehr ist einfach nicht drin“, sagt Nico Geick von der Organisationsleitung und freut sich über das große Interesse. Während viele Gruppen bereits seit Jahren dabei sind, kommen auch neue hinzu. „Die mit rund 300 Kilometern größte Entfernung haben Freunde aus Thüringen zurückgelegt, um hier dabei zu sein“, erzählt er weiter.

Auf dem Rasenplatz eröffnen die Frauen den langen Wettkampfreigen und brauchten sich mit ihren Ergebnissen auch nicht hinter denen der männlichen Mitstreiter zu verstecken. Die Teilnehmerinnen aus Lübesse erreichten beispielsweise mit 31,37 Sekunden Platz eins in der Frauenwertung und konnten mit dieser Zeit sogar etliche Männerteams hinter sich lassen. Zweite bei den Damen wurden die Frauen aus Stove (36,37 Sekunden) vor der Mannschaft aus Fahrbinde, die 54,66 Sekunden benötigte.

Bei den Männern gewannen die gastgebenden Kameraden aus Spornitz mit 19,23 Sekunden. Sie konnten damit ihren Spitzenplatz aus den Jahren 2015 und 2016 verteidigen. Knapp dahinter folgten mit einer Zeit von 19,58 Sekunden die Kameraden aus Herrnburg, während das Team Boizetal mit 19,69 Sekunden den bronzenen Rang beanspruchte.

Auch die „älteren“ Herren traten in einer eigenen Wettkampfgruppe an. In der Wertung „Ü 40“ bewiesen sie, dass sie ihr Handwerk beherrschen und so konnten die Kameraden aus Hohen Viecheln mit der sehr guten Zeit von 21,69 Sekunden den Sieg für sich verbuchen. Die Gastgeber aus Spornitz, die übrigens sogar in alter DDR-Einsatzkleidung antraten, holten sich mit 23,08 Sekunden auf hemischen Platz den zweiten Rang.

Einen großer Dank gilt den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Spornitz, die mit ihren vielen Helfern aus anderen Vereinen und Dank etlicher Sponsoren diese Veranstaltung erneut erfolgreich organisierten und durchführten. Auch dem THW, der für die zusätzliche Ausleuchtung sorgte, sei der Dank geschuldet.

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