Parchim : Ostern zu Pingels ins Lewitzdorf

Museumsführerin Kerstin Zimmermann verleiht der Hofanlage zu Ostern einen besonderen Charme.
Museumsführerin Kerstin Zimmermann verleiht der Hofanlage zu Ostern einen besonderen Charme.

Agrarhistorisches Museum Alt Damerow öffnet die Saison: Förderverein hat buntes Programm vorbereitet, alte Technik live zu erleben

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30. März 2018, 21:00 Uhr

War er womöglich schon da, der Osterhase? Eins steht fest, auf der mit mehr als 400 Jahren ältesten Hofanlage am Rande der Lewitz stehen die Zeichen unverkennbar auf Ostern, dem Fest der Auferstehung. „Es ist in diesem Jahr ein Kraftakt, den Pingelhof bis zur morgigen Eröffnungsveranstaltung auf Vordermann zu bringen. Der zähe Winter hat dafür gesorgt, dass die Temperaturen im uralten Dielenhaus nur knapp über dem Gefrierpunkt lagen. Aber, die fleißigen Helfer haben trotz zitternder Hände wie immer alles gegeben“, freut sich Museumsführerin Kerstin Zimmermann. Vor allem die Frauen und Männer des rührigen Fördervereins und Gemeindearbeiter Heini Schreiber haben ihr in dieser Woche unter die Arme gegriffen, damit das zünftige Eröffnungsfest am Ostersonntag (ab 10 Uhr) steigen kann. Für die Osterdeko sorgt die Museumsführerin in bewährter Weise selbst. Davon, dass sie immer wieder neue Ideen in die Tat umsetzt, können sich die Besucher selbst überzeugen.

„Zum Auftakt lassen es die Schützen aus dem benachbarten Matzlow-Garwitz richtig krachen. Das dürfte Väterchen Frost in den hintersten Winkel verschlagen“, hofft Kerstin Zimmermann sehr. Und die Ankündigung der seit Jahren treuen Schützenbrüder, die Sanierung des Reetdaches der mehr als 200 Jahren alten Pingelhofscheune mit 250 Euro zu unterstützen, löst große Freude aus. „Wir bekommen für unsere Arbeit viel Zuspruch und unverzichtbare finanzielle Unterstützung von Unternehmen, Vereinen und Privatleuten“, so der Vorsitzende des Fördervereins Pingelhof Alt Damerow Hans-Werner Beck. Zusammen mit der 40 000-Euro-Zuwendung der Leader-Aktionsgruppe (wir berichteten) ist es nun möglich das verschlissene Reetdach der Scheune von einem Fachbetrieb neu eindecken zu lassen. „Wir fühlen uns dem Erbe der Vorfahren verpflichtet und werden alles tun, um auch künftigen Generationen einen Einblick ins Leben vergangener Zeiten zu ermöglichen“, stellt Hans-Werner Beck klar.

Ab morgen wird nun erst einmal gefeiert. Zur Freude vieler Fans haben Dieter Pruhs und Tochter Brita als VaTo-Duo ihr Kommen zugesagt. „Da kommt Stimmung auf und es darf geschunkelt und getanzt werden“, sagt die Museumschefin. Freunde der plattdeutschen Sprache kommen bei Heino Schwarz auf ihre Kosten, der aus Tarnows Schriften liest. Am Nachmittag übernimmt die Banzkower Wiesenband und aus Erfahrung hält es Groß und Klein nicht mehr auf den Sitzen, wenn die Frauen und Männer zum Tanz aufspielen. „Erstmals werden wir Heizpilze aufstellen, um Petrus ein Schnippchen zu schlagen“, so Kerstin Zimmermann.

Für Technikfreaks öffnen Mühle, Schmiede und das Sägegatter die Tore. Experten stehen Rede und Antwort.

Für frisches Brot und Leckereien aus dem Lehmbackofen sorgt das Team von Hofbäcker Neckel. Der rustiale Ofen – im Vorjahr saniert – wurde in den zurückliegenden Tagen vorsichtig auf Betriebstempartur gebracht.

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