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Zum Tag der offenen Töpferei : Osterhasen auf die Sprünge helfen

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Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Töpferin Mandy Mierach beim Tag der offenen Töpferei am 11. März mit dabei / Fantasievolle Kreationen als Deko fürs Fest

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erstellt am 27.Feb.2017 | 00:00 Uhr

Parchim Bei Mandy Mierach gerät der Kalender mitunter etwas durcheinander. „In der Tat habe ich bereits Weihnachten Pläne für die bevorstehenden Ostertage geschmiedet“, räumt die Parchimerin ein. Und das hat einen gewichtigen Grund. Mandy Mierach betreibt im Nebenjob in der Kreisstadt eine kleine eigene Töpferei und ist im Jahreslauf der Zeit stets ein Stück voraus. Bereits unmittelbar nach den Festtagen hat sie mit ihrer „Osterproduktion“ begonnen. „Bis zum 11. März muss alles fertig sein. Jetzt hat der Endspurt begonnen“,    gibt sich die 43-Jährige optimistisch.    An diesem Tag öffnet sie von 13 bis 18 Uhr in der Lessingstraße 11 (Parchimer Südstadt) ihre Türen für Jedermann. So wie bei ihr, sind Besucher am 11. März anlässlich den „Tages der offenen Töpferei“ vielerorts im gesamten Landkreis willkommen.

Bei Mandy Mierach gilt, das Töpfern muss Spaß machen und der Funke soll auf den ersten Blick bei den Freunden individueller Keramik und Töpferkunst überspringen. „Mir ist wichtig, dass mit fröhlichen Farben, einer großen Portion Witz und natürlich immer neuen Ideen die Erwartungen der Kunden erfüllt werden“, sagt die junge Frau , die sich vor rund drei Jahren den Traum von der eigenen Werkstatt erfüllt hat. Inzwischen wurde die hauseigene Garage in eine Kreativwerkstatt verwandelt. Und auch der Name „Mandy’s Keramikstübchen“ spricht für sich.

Selbst ihre Keramik-Hühner haben den Schalk im Nacken.
Selbst ihre Keramik-Hühner haben den Schalk im Nacken. Foto: wolp

Mit einem zehn Kilogramm Hubel Ton fängt    alles stets an.    Die beispielsweise für ein kleines Deko-Schäfchen benötigte Menge von bis zu 600 Gramm wird separiert. Das geschmeidige Material    wird    Schritt für Schritt aufgebaut, so wie die Töpferin es schon als Kind mit der Knete    machte.    Danach kommen    der Holzspachtel und Schablonen zum Einsatz, mit denen filigrane Konturen in den Ton gezaubert werden. „Gefragt sind aber vor allem die eigenen Hände und natürlich Geduld. Das liegt mit sehr“, meint Mandy Mierach.    Nach einigen Minuten sind Osterhäschen, Eier, Blumen, Äpfel oder lustige Hühner im Rohzustand fertig. Zwei Wochen haben diese Stücke nun Zeit, um zu trocknen. Danach geht es in den Spezialofen, für 24 Stunden und bei 950 Grad. Mandy Mierach nimmt die vorsichtig abgekühlten Stücke genau in Augenschein und beginnt mit dem Bemalen. Und damit die Farbe später hält, muss alles noch einmal in den diesmal auf 1060 Grad erhitzten Ofen für den    so genannten Glasurbrand. Drei- bis viermal in der Woche wiederholt sich diese Prozedur in diesen Tagen.

So viel sei schon verraten: Am 11. März dürfte es nicht schwer fallen, sich aus der 2017er-Osterkollektion das passende Unikat auszusuchen. Knuddelige Schäfchen, fröhliche Hühner, schelmisch blinzelnde Osterhasen, Blüten und Kugeln lassen die Herzen höher schlagen.

 

 

 

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