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Kreismusikschulen Parchim/Lübz künftig vereint : Ohne Misstöne in die Fusion gespielt

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Die Kreismusikschule Parchim/Lübz feierte ihr Jubiläum im Mecklenburgischen Staatstheater und geht optimistisch in die Fusion. Nun gilt der gemeinsame Name "Johann Matthias Sperger".

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erstellt am 18.Jun.2013 | 11:31 Uhr

Parchim | Vor 60 Jahren als Volksmusikschule gegründet, jetzt bald mit den Ludwigsluster Kollegen unter einem gemeinsamen Kreisdach und Namen vereint: Die Kreismusikschule Parchim/Lübz feierte ihr Jubiläum im Mecklenburgischen Staatstheater und geht optimistisch in die Fusion.

Musikschulleiter Bernd Jagutzki nutzte diese Gelegenheit gleich für einen Ausblick auf die Fusion der beiden bislang im neuen Großkreis erfolgreich tätigen Kreismusikschulen zum 1. August. Diese Fusion unter dem dann gemeinsamen Namen "Johann Matthias Sperger" (an der Schwelle des 19. Jahrhunderts erster Kontrabassist der Mecklenburg-Schwerinschen Hofkapelle und Komponist von internationalem Format) sei auch der Wille beider Kollegien und beider Fördervereine, merkte Bernd Jagutzki an und äußerte seine Überzeugung, dass die in einem solchen Prozess sicher unvermeidliche Reibung Wärme - also nutzbare Energie - freisetzen werde. Der Fusion war ein Abstimmungsprozess mit den Mitarbeitern beider Schulen zum künftigen Leitbild für die Kreismusikschule Ludwigslust-Parchim vorangegangen.

Das Jubiläum verdiente Aufmerksamkeit und verschaffte sich diese auch lautstark mit einem furiosen Auftritt der SAMBAtucada mitten in Parchims Altstadt. Das weit geöffnete Landestheater vis á vis der leidenschaftlich trommelnden, rasselnden und schellenden Jugendlichen bot sich bereitwillig als Schauplatz eines besonderen Festkonzertes dar, zu dem Interessenten nahezu jeden Alters aus der gesamten Nachbarschaft herbeiströmten. Schließlich ging es um eine Jubilarin, die vielen am Herzen liegt: die heimische Kreismusikschule KMS.

"Ist sie nun 60 Jahre alt oder 60 Jahre jung?", fragte sich der Laudator, um gleich darauf für "Beides" zu plädieren. Schließlich sei die Einrichtung nicht nur für den heranwachsenden musikalischen Nachwuchs da, sondern eröffne inzwischen auch reiferen Persönlichkeiten musikalische Ausdruckskraft, die das Leben so bereichern kann. Dabei sprach Bernd Jagutzki aus ureigener Erfahrung, denn der derzeitige Musikschulleiter absolvierte sie von 1968 bis 1976 selbst als Schüler im Fach Klarinette.

Inzwischen kennt er die Kreismusikschule längst aus Lehrersicht, weiß dass diese es nicht immer leicht haben und kann auch den volkstümlichen Spruch vom "Schmerzensgeld" manchmal nachvollziehen. Sichtlich entschlossen stimmte Manfred Schmitz aber in den extra zu diesem Jubiläum formierten Chor seines Pädagogenkollegiums ein, welcher das Publikum mit seiner a capella gesungenen Version von Bobby McFerrin’s "Don’t worry, be happy" zu wahren Begeisterungsstürmen hinriss.

Diese beinahe spontan wirkende Darbietung sollte nicht die einzige ehrlichen Herzens beklatschte dieses Jubiläumskonzertes sein, welches in verschiedener Hinsicht aus dem gewohnten Rahmen fiel. So kamen diesmal nicht wie üblich "alle" zum Zuge, sondern "nur" etwas mehr als ein Dutzend "Nummern" eigener u.a. jüngst preisgekrönter Talente sowie gern gesehener Gäste, die für manches Aha-Erlebnis sorgten. Hätten Sie beispielsweise geahnt, dass ein Percussion-Ensemble wie die eingangs schon erlebte SAMBAtucada (bei gut 50 Auftritten im Jahr) bis zu 26 verschiedene Schlaginstrumente beherrscht und einsetzt?

Das vielgestaltige musikalische "Trommelfeuer" dieser Jubiläumsveranstaltung wollte jedoch nicht nur als Leistungsschau, sondern vor allem als Dankeschön an all diejenigen verstanden werden, welche die Kreismusikschule Parchim/Lübz auf ihre jeweilige Weise mittragen und "lebenserhaltend" unterstützen.

Viele von ihnen waren - etwa wie die Bürgermeister Bernd Rolly, Gudrun Stein und Norbert Reiher aus den Städten Parchim, Lübz und Plau am See oder Vertreter des Landratsamtes sowie der Sparkasse Parchim-Lübz, der Parchimer Bürgerstiftung und anderer Sponsoren persönlich zugegen.

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